Fußball DFB
Westermann vom DFB als Schiedsrichter benannt

Der Deutsche Fußball-Bund hat den Tübinger Universitäts-Professor Harm Peter Westermann als "Schiedsrichter" im Schiedsgerichtsverfahren um die Verlängerung des Ausrüster-Vertrages mit adidas benannt.

Als ein so genannter "Schiedsrichter" ist der Tübinger Universitäts-Professor Harm Peter Westermann vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Schiedsgerichtsverfahren um die Verlängerung des Ausrüster-Vertrages mit dem Sportartikel-Hersteller adidas benannt worden. Die Interessen des Unternehmens aus Herzogenaurach vertritt Professor Peter Heermann aus Bayreuth.

Die von DFB und adidas benannten Schiedsrichter haben nunmehr zwei Wochen Zeit, um sich auf einen Vorsitzenden des dreiköpfigen Schiedsgerichts-Gremiums zu einigen. Beide Seiten, DFB und auch adidas, hatten erklärt, dass sie sich der möglichen Entscheidung des Schiedsgerichts unterwerfen werden; eine weitere juristische Auseinandersetzung ist somit ausgeschlossen. In welchem zeitlichen Rahmen eine Entscheidung durch das Schiedsgericht getroffen wird, ist völlig offen.

Zu Unstimmigkeiten zwischen den langjährigen Partnern adidas und dem DFB war es gekommen, nachdem der amerikanische Sportartikel-Riese und Konkurrent Nike dem DFB ein Angebot von 2011 an über insgesamt eine halbe Milliarde Euro (62,5 Mill. Euro per annum) für acht Jahre unterbreitet hatte. Zuletzt hatte adidas sein Angebot von elf auf 22 Mill. Euro pro Jahr verdoppelt.

Das DFB-Präsidium hatte das verbesserte Angebot von adidas lediglich "zur Kenntnis genommen" und angekündigt, die Verhandlungen mit adidas um einen Vertrag ab dem 1. Januar 2011 fortsetzen zu wollen. Die derzeitige Vereinbarung endet am 31. Dezember 2010.

Adidas geht unverändert davon aus, dass der bestehende Vertrag mit dem DFB bereits im August 2006 bis mindestens 2014 wirksam verlängert wurde. Dies wurde dem fränkischen Unternehmen nach eigenen Angaben von einer Expertengruppe, bestehend aus internen und externen Fachanwälten und Rechtsprofessoren, ausdrücklich bestätigt. Dies bestreitet der DFB und sieht das durch ein Rechtsgutachten auch als belegt an.

© SID

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