Fußball DFB
Zwanziger: DFB kein Verlierer im Schuhstreit

Der Geschäftsführende Präsident Theo Zwanziger sieht den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in dem am Donnerstag beigelegten Schuhstreit nicht als Verlierer. Auch finanziell habe man keinen Verlust erlitten, sagte Zwanziger.

Nach dem am Donnerstag beigelegten Schuhstreit wehrt sich der Geschäftsführende Präsident Theo Zwanziger, den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Verlierer zu sehen. In finanzieller Hinsicht habe der DFB keinen Verlust durch die Tatsache, dass die Nationalspieler ab dem EM-Qualifikationsspiel gegen Irland am Samstag in Stuttgart (20.45 Uhr/live in der ARD) freie Schuhwahl haben.

"Das ist ein Geben und ein Nehmen, und wenn man darüber spekuliert hat, dass der DFB bei diesem Thema der wirtschaftliche Verlierer sein werde, dann nur soviel: Das ist er nicht", sagte Zwanziger in einem Zeitungsinterview, nachdem DFB-Ausrüster adidas am Donnerstag seinen Vertrag mit dem DFB trotz der nun geltenden freien Schuhwahl sogar bis 2014 verlängert hatte.

Verägerung über Boykott-Androhung

Verärgert hat Zwanziger offenbar weniger die Tatsache, dass Akteure wie Jens Lehmann oder WM-Torschützenkönig Miroslav Klose in den Schuhen ihres Partners Nike spielen wollen. Vielmehr stört den 61-Jährigen, dass die Nationalspieler vor dem Schweden-Spiel (3:0) Mitte August in Gelsenkirchen mit einem Boykott gedroht hatten, falls sie nicht in den Schuhen ihrer Wahl auflaufen dürfen.

"Die Spieler müssen aufpassen, bei allem, was auch wirtschaftlich auf dem Spiel steht, dass das Ansehen der Mannschaft nach dieser tollen WM nicht beschädigt wird. Es ist niemandem gedient, wenn man als Nationalspieler die Frage stellt, dass man unter gewissen Umständen nicht spielt. Wenn man verletzt ist, ist das ein Grund. Aber es ist kein Grund, die Qualität der Schuhe anzuführen. Nochmals: Das war ärgerlich", meinte Zwanziger.

Am Donnerstag hatten in Stuttgart der Mannschaftsrat sowie die DFB-Präsidiumsspitze mit der Doppelspitze Theo Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder sowie DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt einen Kompromiss im seit Jahren schwelenden Schuhstreit gefunden. Die Spieler dürfen nun Schuhe ihrer Wahl tragen. Im Gegenzug hat der Spielerrat der A-Nationalmannschaft zugestimmt, bei der Vermarktung der Persönlichkeitsrechte der Nationalspieler eng mit dem DFB und seinen Partnern zu kooperieren.

© SID

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