Fußball DFB
Zwanziger: "Erste Priorität heißt Klinsmann"

Dr. Theo Zwanziger will nach der WM weiter mit Jürgen Klinsmann als Bundestrainer arbeiten. "Unsere erste Priorität heißt Klinsmann", sagte der DFB-Präsident. Mögliche Übergangstrainer: Matthias Sammer und Dieter Eilts.

Im Hinblick auf den Posten des Bundestrainers der Deutschen Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft im eigenen Land hat Dr. Theo Zwanziger klare Vorstellungen. So will der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) weiter mit Jürgen Klinsmann arbeiten, in DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und U21-Coach Dieter Eilts nennt Zwanziger in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung allerdings auch mögliche Übergangstrainer. Des Weiteren kündigte der DFB-Präsident an, für ein Amt in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) kandidieren zu wollen.

Der Jurist versicherte, dass er nach der WM (9. Juni bis 9. Juli) im eigenen Land auf jeden Fall mit Jürgen Klinsmann als Bundestrainer weitermachen wolle. "Unsere erste Priorität heißt Klinsmann", erklärte Zwanziger: "Ich weiß aber auch, dass die Umstände einem manchmal einen Strich durch die Rechnung machen. Deshalb müssen wir gewappnet sein und Alternativen im Auge haben." Zumindest für eine Übergangszeit könne man die innerhalb des DFB finden: "Weil man nicht davon ausgehen kann, dass man sofort renommierte Trainer bekommt, ist es wichtig, dass man in den eigenen Reihen gute Leute hat, die dann an diese Stelle übergangsweise treten können, um ein solches Vakuum auszufüllen. Deshalb bin ich froh, dass wir Matthias Sammer in den Reihen haben oder auch Dieter Eilts. So können wir in Ruhe eine Entscheidung treffen." Zwanziger stellte jedoch klar, dass dies in der Tat nur Übergangslösungen sein würden: "Ganz deutlich: Matthias Sammer wird nicht Bundestrainer. Er ist als Sportdirektor eingestellt worden, und das will und wird er auch auf lange Sicht tun."

Bierhoff kurz vor Verlängerung

Der Vertrag mit Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff werde "in den nächsten Tagen unterschrieben: "Zwischen Oliver Bierhoff und mir gibt es überhaupt nichts mehr zu bereden. Wir sind uns einig." Der Manager werde wichtige Entscheidungen mittragen, zudem werden die Nationalmannschaft und die "U21" organisatorisch zusammengefasst. "Sie steht unter der Leitung von Oliver Bierhoff als Teammanager. Er ist die Konstante hier", so Zwanziger.

Der Präsident, der derzeit in der Doppelspitze mit Gerhard Mayer-Vorfelder den Verband führt und ihm wohl ab September alleine vorstehen wird, wird zudem einen Sitz in der Uefa anstreben. "Der DFB-Präsident kann nicht nur ein nationaler Präsident sein. Wenn die Leute mich im September wählen, werde ich ihnen klar sagen, dass ich in einem der internationalen Gremien sein möchte und dafür auch kandidieren werde", versicherte der 60-Jährige: "Ich kann als DFB-Präsident nicht sagen, der internationale Bereich geht mich nichts an."

"Ich denke da zunächst an Beckenbauer"

Auf keinen Fall werde Zwanziger für Ämter in der Uefa und beim Weltverband Fifa kandidieren: "Ich werde auf keine Fall in beiden Gremien sitzen. Das ist mit der Verantwortung, die man national wahrzunehmen hat, nur schwer vereinbar", versicherte Zwanziger: "Für mich sehe ich in der Uefa am ehesten eine Möglichkeit für ein Engagement." Damit der DFB dennoch in beiden Verbänden vertreten ist, hofft Zwanziger auf den Präsidenten den WM-Organisationskomitees, Franz Beckenbauer: "Ich denke da zunächst immer an Beckenbauer. Ich wäre ihm sehr dankbar, wenn er über die WM hinaus für solche Ämter zur Verfügung stünde."

© SID

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