Fußball DFB
Zwanziger kämpft für Selbstverwaltung des Sports

In einem Schreiben an die Bundesregierung hat Theo Zwanziger die Bedeutung der Selbstverwaltung des Sports unterstrichen. Der DFB-Boss reagierte auf EU-Pläne, verstärkt in die Belange des Sports eingreifen zu wollen.

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat in einem Schreiben an die Bundesregierung die Position des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu den Plänen der Europäischen Union (EU), verstärkt in die Belange des Sports und speziell des Fußballs einzugreifen, deutlich gemacht. "Die Selbstverwaltung des Sports darf nicht ausgehöhlt werden. Es darf nicht sein, dass die Entscheidungen des Sports durch jedes ordentliche Gericht auf den Kopf gestellt werden können", sagte der 61 Jahre alte promovierte Jurist dem kicker.

"Man muss uns in Selbstverantwortung handeln lassen"

Gegen alle Eingriffe in die Selbstverwaltung des Sports werde man sich zur Wehr setzen. Zwanziger: "Wenn jeder glaubt, jede Fehlentwicklung durch staatliche Instanzen regeln zu müssen, wird die Freiheit ausgehöhlt. Wir sind für jede vernünftige Regelung aufgeschlossen und stehen voll hinter dem von der Politik geforderten Solidarprinzip, aber man muss uns in Selbstverantwortung handeln lassen."

Es sei notwendig in den Dialog mit der EU einzutreten, "deshalb haben wir die Bundesregierung angeschrieben, die ab Januar 2007 die Ratspräsidentschaft in der EU ausüben wird", so Zwanziger. Der DFB-Boss begrüßt ausdrücklich eine Studie der EU, die einen Vertrag zwischen der Europäischen Union und der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für "unerlässlich" erklärt: "Es handelt sich um eine Studie und nicht um gültiges Recht. Wenn diese Studie die Grundlage für neue Richtlinien und Gesetze ist, wäre das ein richtiger Schritt."

Gehaltsobergrenzen gefordert

In dieser Studie werden unter anderem Gehaltsobergrenzen für die Spieler und Richtlinien für die Tätigkeit von Spielervermittlern gefordert, die künftig ihre Provisionen nur noch von den Profis kassieren sollen. Zudem soll die zentrale Vermarktung für statthaft erklärt werden.

© SID

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