Fußball DFB: Zwanziger schließt "MV"-Rückkehr aus

Fußball DFB
Zwanziger schließt "MV"-Rückkehr aus

Uefa-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder wird nicht ins Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes zurückkehren. "Das ist ein Wahnsinn", erklärte DFB-Boss Theo Zwanziger und gab "MV" damit einen Korb.

Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat sich gegen eine Rückkehr von Uefa-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder ins DFB-Präsidium ausgesprochen. "Eine Kooptierung würde eine Satzungsänderung nach sich ziehen. Das ist ein Wahnsinn", erklärte Zwanziger am Donnerstag nach der mit Spannung erwarteten letzten Sitzung des OK-Präsidiums der Fußball-WM 2006 im Berliner Hotel am Spreebogen.

"MV" darf an Sitzungen teilnehmen

"Kaiser" Franz Beckenbauer hatte am Donnerstagmorgen eine Aufnahme von Mayer-Vorfelder ins DFB-Gremium ins Gespräch gebracht. So weit will Zwanziger trotz eines mit "MV" am Donnerstag geschlossenen Burgfriedens aber nicht gehen. Der DFB-Boss gesteht Mayer-Vorfelder allerdings zu, "in Zukunft regelmäßig an den Präsidiums-Sitzungen des Deutschen Fußball-Bundes teilzunehmen".

Mit dieser Entscheidung hofft der DFB, den zuletzt durch verbale Attacken und unabgesprochene Vorgänge ins Abseits geratenen Mayer-Vorfelder wieder auf Kurs zu bringen. "Es wird einmal im Monat einen Jour-Fix geben, bei dem alle wichtigen Punkte angesprochen werden sollen. Franz Beckenbauer und Gerhard Mayer-Vorfelder haben als unsere Vertreter in den internationalen Gremien die Chance, daran teilzunehmen", erklärte Zwanziger.

Bislang hatte das Präsidium des DFB lediglich alle zwei Monate getagt. Am Krisengespräch nahmen neben Mayer-Vorfelder, Beckenbauer und Zwanziger noch DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt, sein zukünftiger Nachfolger Wolfgang Niersbach, DFB-Schatzmeister Heinrich Schmidhuber sowie der nach dem Tod von Werner Hackmann kommissarische Ligaverbands-Präsident Wolfgang Holzhäuser teil.

Laut Zwanziger ist die Einladung des früheren DFB-Präsidenten zu den Präsidiums-Sitzungen ein Vorgang, der bei anderen Verbänden "ganz normal" ist. Mit der Maßnahme, Mayer-Vorfelder wieder mehr in die Mitte des Verbandes zu holen, sollen zukünftig Irritationen schon im Vorfeld ausgeräumt werden: "Schließlich haben wir schon weitaus schwierigere Situationen als diese erlebt."

"MV"äußerte sich nach dem Krisengespräch gewohnt gelassen: "Wir haben alle Irritationen aus der Welt geräumt, das war ein gutes Gespräch. Ich werde die Einladung des DFB natürlich annehmen, an der Präsidiumssitzung teilzunehmen."

© SID

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