Fußball DFB
Zwanziger spricht ein Machtwort

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat nach den Dissonanzen zwischen Oliver Bierhoff und Matthias Sammer nun ein Machtwort gesprochen. "Zwischen Bierhoff und Sammer gibt es keine Probleme", sagte der 61-Jährige.

Nach den jüngsten Dissonanzen zwischen Teammanager Oliver Bierhoff und Sportdirektor Matthias Sammer hat sich nun DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger zu Wort gemeldet. "Zwischen Bierhoff und Sammer gibt es keine Probleme, sie sind ein starkes Team. Oliver Bierhoff hat sich in seiner zweijährigen Arbeit im DFB bereits einen Stellenwert erarbeitet, Sammer wird dies ebenfalls tun. Beide reden viel miteinander", sagte der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag in Berlin.

Bierhoff hatte seinen einstigen Nationalmannschafts-Kollegen Sammer am Wochenende öffentlich kritisiert, da dieser ihn angeblich nicht über die Personalie Erich Rutemöller unterrichtet habe. Den Chefausbilder des DFB, der vom ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann aus dem Trainerstab der A-Mannschaft ausgemustert worden war, wurde von Sammer vergangene Woche als neuer U20-Coach präsentiert.

"Diese Personalie wird völlig überbewertet. Erst im kommenden Jahr, wenn einige Verträge auslaufen, wird der Trainerstab innerhalb des DFB neu geordnet. Und da wird es vorher mit Sicherheit intensive Gespräche zwischen Sammer, Bierhoff und auch Bundestrainer Joachim Löw geben, die sich dann mit dem Präsidium abstimmen", erläuterte Zwanziger, der noch einmal das Bemühen des Verbandes hervorhob, "ehemalige verdiente und kompetente Nationalspieler innerhalb des Verbandes mit sportlichen Aufgaben zu betrauen".

Lösung im "Schuhkrieg" für September angestrebt

Ferner erklärte der DFB-Boss, dass man spätestens nach dem DFB-Bundestag am 8. September in Frankfurt/Main eine Lösung im so genannten "Schuhkrieg" anstrebe. Einige Nationalspieler hatten zuletzt verstärkt gefordert, bei Länderspielen mit den Schuhen ihres persönlichen Ausrüsters antreten zu können. Da der DFB aber einen Exklusivvertrag mit seinem langjährigen Partner adidas besitzt, der die DFB-Auswahl komplett einkleidet, wurde diesem Wunsch in der Vergangenheit nie entsprochen.

"Spätestens nach dem Bundestag, wenn Gerhard Mayer-Vorfelder seine Tätigkeit als Delegationschef der Nationalmannschaft beendet, werden wir über dieses Thema sprechen. Diese Konfliktsituation muss behoben werden. Das Trikots für die Spieler aber etwas anderes sind als ihre Schuhe, leuchtet mir ein", erklärte Zwanziger, der offenbar einen Kompromiss anstrebt, mit dem alle Seiten leben können. Dass es zu einem Boykott der Spieler kommen kann, glaubt der DFB-Chef nicht: "Die Spieler wollen und werden spielen."

Bis auf Österreich und Deutschland gibt er bei allen anderen Nationen eine freie Schuhwahl. Während der WM hatte Bierhoff allerdings schon einmal mit adidas-Chef Herbert Hainer darüber gesprochen, ob man dieses leidige Thema nicht im Sinne aller Beteiligten lösen könne.

© SID

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