Fußball DFL
DFL nimmt "50+1"-Regelung unter die Lupe

Ligapräsident Reinhard Rauball hat die Frage nach dem Fortbestand der so genannten "50+1"-Regelung als für den deutschen Fußball "von höchster Bedeutung" bezeichnet. Weitere Informationsveranstaltungen sind geplant.

Der Ligaverband und die DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh werden sich in den kommenden Monaten weiter eingehend mit der so genannten "50+1"-Regelung befassen. Nachdem bereits Analysen bei unabhängigen Experten in Auftrag gegeben wurden, wird die DFL den Klubs eine Informationsveranstaltung mit Vertretern von Investoren und Verbänden anbieten.

"Die Frage nach dem Fortbestand der 50+1-Regelung ist aus unserer Sicht von höchster Bedeutung für die Zukunft des Profi-Fußballs in Deutschland. Daher werden wir alle Optionen sorgfältig analysieren und die Auswirkungen für die Klubs aufzeigen", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball am Freitag.

"Konstruktive Gespräche" mit Hannovers Kind

In diesem Zusammenhang haben sich Rauball und Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, in dieser Woche mit Martin Kind, dem Geschäftsführer von Bundesligist Hannover 96, getroffen. Kind hatte mehrfach dafür plädiert, die "50+1"-Regelung zu kippen, um Investoren in die Bundesliga zu locken. Rauball: "Das Gespräch mit Herrn Kind war sehr konstruktiv. Wir haben uns darauf verständigt, die Erörterung von Chancen und Risiken in den nächsten Monaten zu vertiefen und detailliert zu bewerten."

Im Anschluss an die genannten Maßnahmen wird sich der Ligavorstand mit allen Ergebnissen beschäftigen. Die "50+1"-Vorschrift in der Satzung des Ligaverbandes legt fest, dass der Verein mehrheitlich an der lizenzierten Kapitalgesellschaft beteiligt sein und über 50 Prozent der Stimmenanteile zuzüglich mindestens eines weiteren Stimmenanteils in der Versammlung der Anteilseigner verfügen muss.

Die Regelung ist in Paragraph acht (Nummer 2, Absatz 2) der Satzung des Ligaverbandes und wortgleich in Paragraph 16c (Nummer 2) der DFB-Satzung verankert. Für eine Satzungsänderung bedarf es jeweils einer Zweidrittel-Mehrheit der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes und des DFB.

© SID

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