Fußball DFL
DFL optimistisch für neues Geschäftsmodell

Die DFL ist zuversichtlich, dass das Kartellamt die Zentralvermarktung der Fernsehrechte am Profifußball beenden und so das faktische Monopol von Premiere durchbrechen wird.

Mit dem faktischen Live-Fußball-Monopol von Premiere könnte es bald vorbei sein. Das hofft zumindest die Deutsche Fußball Liga (DFL). Die DFL ist optimistisch, dass das Bundeskartellamt in Kürze sowohl Prüfung der Zentralvermarktung der Fernsehrechte des Profifußballs, als auch die Vermarktung durch die Kirch-Tochter Sirius mit einem Bescheid beenden wird.

Während der Kabel-TV-Messe Anga Cabel in Köln erklärte DFL-Geschäftsführer Tom Bender: "Wir sind mit dem Kartellamt seit Monaten in einem konstruktiven Dialog. Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Wochen Klarheit haben werden."

Abgesehen von den Rechten im frei empfangbaren Fernsehen, dessen Rahmendaten durch die Vorstellung des neuen Spielkalenders schon vorgegeben sind, geht es um die Verbreitung des Fußballs über digitale Kabel- und Satellitenkanäle. Unter den 200 Anbietern für die einzelnen Pakete befinden sich auch Wohnungsbaugesellschaften, die in ihren Anlagen Kabel-TV betreiben und durch regionale Bundesliga-Berichterstattung ihr Angebot attraktiver gestalten wollen.

Die DFL will durch die Zersplitterung ihrer Angebote und durch die einheitliche Produktion von Bild und Kommentar das faktische Monopol von Premiere brechen. Der Pay-TV-Sender macht kein Geheimnis daraus, eine eigene Redaktion betreiben zu wollen und die Zwangsübernahme des konfektionierten Produktes der Liga strikt abzulehnen.

Fußball-Klubs keine reinen Wirtschaftsunternehmen

Die zuständige EU-Kommission wie auch das Kartellamt betrachten den Profifußball als Wirtschaftsunternehmen. Die nationalen Verbände, die Europäische Fußball-Union (Uefa), der Weltverband Fifa, der neue EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy und das EU-Parlament verweisen darauf, dass aufgrund der Verzahnung mit dem Amateurfußball und der Ausbildung des Nachwuchses Profivereine nicht als reine Wirtschaftsunternehmen betrachtet werden können.

© SID

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