Fußball DFL
DFL: TV-Vermarktungs-Vertrag schon unterschrieben

Der TV-Vermarktungs-Kontrakt zwischen der DFL und dem Münchner Medienunternehmer Leo Kirch ist offenbar bereits unterzeichnet, "um den weiteren Fortgang des Projekts nicht zu gefährden", so Reinhard Rauball.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den mit drei Mrd. Euro dotierten TV-Vermarktungs-Kontrakt ab 2009 bis 2015 mit dem Münchner Medienunternehmer Leo Kirch offenbar bereits unterzeichnet. "Die DFL-Geschäftsführung hat nach Konsultation des Ligavorstandes den Vertrag unterschrieben, um den weiteren Fortgang des Projekts nicht zu gefährden", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball im Interview mit der Sport Bild (Mittwoch-Ausgabe).

Gleichzeitig erklärte der Rechtsanwalt, dass er einer juristischen Überprüfung der Abstimmung auf der Mitgliederversammlung der Liga in Frankfurt/Main vor Wochenfrist keine Erfolgsaussichten reinräumt. "Die Abstimmung hält juristisch vollständig stand, weil eine formale Zustimmung der Vollversammlung nach den Statuten überhaupt nicht erforderlich ist", äußerte Rauball, "wir haben schließlich keine Rechte übertragen, sondern lediglich einen Dienstleister eingeschaltet."

Es sei bei der Mitgliederversammlung von vornherein gesagt worden, dass es nicht um die formale Zustimmung gehe, sondern darum, "die Liga informativ mitzunehmen. Wir betrachten die Diskussion sehr gelassen".

Rauball kann Kritik nicht nachvollziehen

Die DFL hatte die Vermarktung der Bundesliga-TV-Rechte an die Kirch-Agentur Sirius übertragen. Die aufgekommene Kritik vom Vorstandsvorsitzenden des Hamburger SV, Bernd Hoffmann, und Ex-Liga-Präsident Wolfgang Holzhäuser von Bayer Leverkusen, wonach die Entscheidung unter Zeitdruck zustandegekommen sei, kann Rauball nicht nachvollziehen.

"Ich habe die Diskussion zu keinem Zeitpunkt abgewürgt, sondern die letzte Wortmeldung abgewartet und danach sogar noch Fragen zugelassen, bis keiner mehr Fragen hatte", entgegnete Rauball, Präsident von Borussia Dortmund. Zudem sei eine Verschiebung auf die Sitzung zwei Wochen später abgelehnt worden, "weil bei einer derartig langen Unterbrechung vertrauliche Informationen in die Öffentlichkeit gelangen", so der Liga-Chef.

Wer jetzt noch Informationsbedarf habe, werde bedient. "Peter Peters und ich haben uns auch sofort bereit erklärt, uns mit Herrn Hoffmann zusammenzusetzen und zu klären, wo er noch Fragen hat. Wir haben dem HSV angeboten, jederzeit Informationen zu geben - allerdings unter bestimmten Prämissen: zum Beispiel, dass eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben wird", so Rauball.

© SID

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