Fußball DFL
DFL und Ligaverband gründen Bundesliga-Stiftung

Mit der neu-gegründeten Bundesliga-Stiftung möchten die Deutsche Fußball Liga und der Ligaverband verstärkt der sozialen Verantwortung gerecht werden.

Mit einem Kapital von einer Million Euro und der Aktion "Fußball gegen Hunger" geht die auf insgesamt vier Säulen basierende neue Stiftung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an den Start. "Die Bundesliga ist die emotionalste Marke, die es in Deutschland gibt. Daraus erwächst eine soziale Verantwortung, der wir mit der Stiftung gerecht werden wollen. Am wichtigsten ist uns dabei die absolute Glaubwürdigkeit unserer Projekte", sagte der als Stiftungsvorsitzender fungierende DFL-Geschäftsführer Marketing und Kommunikation, Tom Bender.

Bender präsentierte am Mittwochabend in Frankfurt/Main die bereits Ende des vergangenen Jahres beim Regierungspräsidium in Darmstadt eingetragene Stiftung und erläuterte den Ausbau des sozialen Engagements von DFL und Ligaverband. Die finanziellen Mittel aus der Stiftung sollen vor allem Projekte zugunsten von Kindern, Menschen mit Behinderungen, Sportler anderer Sportarten und der Integration fördern.

"Für uns war und ist es selbstverständlich, dass wir die große Popularität der Bundesliga nutzen, um gemeinnützige und soziale Projekte zu fördern und zu unterstützen", sagte Ligaverbands-Boss Reinhard Rauball.

Stiftung erhält 25 Prozent der Einnahmen aus Sportgerichts-Verhandlungen

Finanziert werden soll die Stiftung aus Vertragsstrafen, durch Partner und Sponsoren, Benefiz-Verkäufe und Spenden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat der Stiftung bereits einen nicht bezifferten Betrag zur Verfügung gestellt.

Zudem erhält die Stiftung in Zukunft 25 Prozent der Einnahmen aus den Sportgerichts-Verhandlungen. Damit die DFL-Stiftung nicht mit zahlreichen DFB-Stiftungen (z.B. Stiftung Egidius Braun, Mexico-Hilfe, Sepp-Herberger-Stiftung) kollidiert, werden regelmäßige Treffen zur Abstimmung organisiert.

"Wir werden uns bei dem Wunsch Gutes zu tun, ganz sicher nicht gegenseitig behaken", sagte Bender, der mit den Projekten der Stiftung auch nicht das bereits seit Jahren vorhandene Engagement der Bundesligisten auf lokaler und regionaler Ebene behindern will: "Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu den bereits zahlreichen Aktionen der Bundesligisten. Wir werden uns auf nationale Maßnahmen konzentrieren, damit wir uns den Bundesligisten nicht in den Weg stellen."

Nach der zuletzt gelungenen Aktion Sportler für Sportler will die DFL gemeinsam mit der Vereinigung der europäischen Profiligen Epfl am 25. Bundesliga-Spieltag (20. bis 22. März) mit Hilfe von Fernsehspots auf den nach wie vor vorhandenen Hunger in der Welt aufmerksam machen.

"963 Mill. Gründe"

"Es gibt auf der Welt 963 Millionen Menschen, die an Hunger leiden. Das sind 963 Mill. Gründe, um sich in diesem Bereich zu engagieren. Dass sich dabei gerade die europäischen Ligen, die sich im sportlichen Wettbewerb nicht einmal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen, zusammentun, ist eine tolle Sache", meinte Bender.

Neben dem Vorsitzenden Bender zählen Geschäftsführer Kurt Gaugler, ehemaliger Manager von Drittligist Wacker Burghausen, der stellvertretende Vorsitzende Roland Kentsch (Arminia Bielefeld) und DFL-Geschäftsführer Christian Müller zum Vorstand der Stiftung.

Mitglieder des Stiftungsrats sind Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball, der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung Christian Seifert, die Ligaverbands-Vizepräsidenten Peter Peters (Schalke 04) und Harald Strutz (FSV Mainz 05) sowie DFB-Präsident Theo Zwanziger.

© SID

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