Fußball DFL
Kartellamt winkt Bundesliga-Fernsehvertrag durch

Durch das abschließende Einverständnis des Kartellamts ist der Fernsehvertrag für die Bundesliga nun offiziell. Die DFL kassiert durch den neuen Kontrakt 412 Mill. Euro.

Der neue Fernsehvertrag für die Bundesliga ist nun auch offiziell in trockenen Tüchern, nachdem das Bundeskartellamt die Rechtevergabe bis 2013 bestätigt hat. Von daher wird die im November durchgeführte zentrale Vergabe der Bundesliga-Medienrechte keine weiteren Prüfungen des Bundeskartellamtes nach sich ziehen. Das bestätigte die Behörde in einem Schreiben an die Deutsche Fußball Liga (DFL).

"Wir haben uns streng an die abschließenden Empfehlungen des Kartellamtes gehalten. Von daher sind wir von einem positiven Bescheid ausgegangen", erklärte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung: "Für die Clubs, Medienpartner, Zuschauer sowie die DFL bedeutet dies Klarheit für die kommenden vier Jahre."

Kartellamt gibt Grünes Licht

In dem Schreiben des Kartellamtes heißt es wörtlich: "Das Ergebnis der Ausschreibung der TV-Rechte an der 1. und 2. Bundesliga für den Zeitraum 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2013 hat die Beschlussabteilung zur Kenntnis genommen und sieht keinen Anlass zum Tätigwerden. Daher wurde das Verfahren zur Prüfung der Ausschreibung eingestellt."

Unberührt davon bleibt die angestrebte grundsätzliche Klärung in Bezug auf die Ansicht des Kartellamtes, die Zentralvermarktung nur im Falle einer frühen Free-TV-Zusammenfassung am Samstag vor 20.00 Uhr zuzulassen. Über konkrete Schritte wird die Liga Anfang des kommenden Jahres entscheiden.

Neuer Vertrag nach Kartellamtseinspruch

Das Kartellamt hatte im Rahmen des Ordnungswidrigkeitsverfahrens wegen wettbewerbswidriger Absprachen am 26. Februar eine Hausdurchsuchung in den Räumlichkeiten von DFB und DFL durchgeführt und Unterlagen beschlagnahmt.

Das Kartellamt hatte zudem im Zusammenhang mit der TV-Rechtevergabe die "dringende Empfehlung" ausgesprochen, die Zusammenfassung der Samstagsspiele der Bundesliga weiterhin vor 20.00 Uhr auszustrahlen. Damit war dem ursprünglich ausgehandelten 500-Millionen-Euro-Vertrag zwischen der Liga und Sirius die Grundlage entzogen. Die DFL hatte anschließend mit ihren bewährten Partnern Premiere, ARD, ZDF und DSF einen neuen Vertrag ausgehandelt, durch den 412 Mill. Euro pro Saison eingenommen werden.

© SID

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