Fußball DFL
Rettig denkt über teurere Tickets nach

Die fehlenden Einnahmen aus dem Verkauf der TV-Rechte könnten laut Andreas Rettig höhere Preise zur Folge haben. Derweil prüft die DFL, juristisch gegen den Entscheid vorzugehen.

Der Fußball-Fan muss für den Stadionbesuch oder den Kauf eines Fanschals womöglich bald draufzahlen. Sollten nach dem Spruch des Kartellamts zur Zentralvermarktung die Einnahmen aus dem Verkauf der Übertragungsrechte für die Bundesliga ab 2009 hinter den Erwartungen zurückbleiben, "dann müssen wir über Preiserhöhungen beim Eintritt oder Merchandising nachdenken", sagte Andreas Rettig, Manager des Zweitligisten FC Augsburg und Vorstands-Mitglied bei der Deutschen Fußball Liga (DFL), der Tageszeitung "Die Welt".

Für mehr Exklusivität im Pay-TV hatte Sirius, eine Tochtergesellschaft der Kirch-Beteiligungsgesellschaft KF 15, der Liga für die Vermarktung der Fernsehrechte ab 2009 für sechs Jahre drei Mrd. Euro garantiert. Diese Vereinbarung ist nach der Vorgabe des Kartellamtes, das eine Zusammenfassung der Ligaspiele vor 20.00 Uhr im Free-TV verlangt, hinfällig.

Derzeit prüft die DFL juristische Mittel gegen die Entscheidung der Wettbewerbshüter aus Bonn. "Wir haben der Geschäftsführung den Auftrag erteilt, alle juristischen Mittel auszuschöpfen, um Schaden von der DFL abzuwenden", erklärte Rettig. Dieser Schaden sei bezifferbar, es handele sich um den Betrag, der im Falle eines neuen Vertrags unter der mit Kirch ausgehandelten Summe liege. Darüber hinaus führen die DFL-Verantwortlichen Gespräche mit Sirius über alternative Modelle.

© SID

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