Fußball DFL
Seifert: "Sind die attraktivste Liga Europas"

In Bezug auf das spannende Titelrennen sieht Christian Seifert die Bundesliga als attraktivste Liga Europas. Der DFL-Chef lobte zudem die hohen Zuschauerzahlen.

DFL-Chef Christian Seifert sieht die Marke Bundesliga im internationalen Vergleich durch das offene Titelrennen auf dem Vormarsch. "Was die Spannung angeht, sind wir die attraktivste Liga Europas. In den anderen Ligen gibt es schon jetzt große Abstände an der Spitze. Und das überträgt sich natürlich auch auf die Zuschauerzahlen: In Spanien fanden am Wochenende fünf Spiele mit unter 30 000 Zuschauern statt, in Italien waren es sogar acht", sagte Seifert in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt".

Dass in Tabellenführer Hertha BSC Berlin und den Verfolgern 1 899 Hoffenheim, Hamburger SV, Bayern München und Bayer Leverkusen derzeit fünf Teams realistische Meisterchancen haben, spricht laut Seifert "für den Unterhaltungswert" der Bundesliga: "Dass es nach dem 20. Spieltag noch so eng ist, überrascht mich. Zumal wohl kaum ein Experte diese Konstellation vorhergesagt hätte: Hertha vor Hoffenheim."

Forderung nach Lizenzierung für internationale Wettbewerbe

Damit die Bundesligisten zukünftig auch wieder in der Champions League und im Uefa-Cup um Titel mitspielen können, fordert Seifert von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) eine Lizenzierung der beiden wichtigsten internationalen Klubwettbewerbe. Da derzeit vor allem in der Königsklasse "ein völlig irrationales und auf Schulden basierendes Wettrüsten stattfindet", hätten Teams wie Hertha und Hoffenheim auf internationaler Ebene nur bedingt Erfolgschancen.

"Irgendwann werden die Wettbewerbe aber an Attraktivität verlieren oder implodieren. Wenn ich einen Wettkampf anschaue, und von vornherein weiß, dass der Sieger gedopt ist, lässt das Interesse irgendwann nach", sagte Seifert.

Unterstützung durch Michel Platini

Mit seiner Forderung nach einem für die Teilnahme an den europäischen Klubwettbewerben einheitlichen Lizenzierungsverfahren stößt Seifert bei Uefa-Präsident Michel Platini auf offene Ohren. "Wir müssen etwas tun, um wieder Chancengleichheit herzustellen. Wir müssen das System ändern", sagte der Franzose.

Bayern Münchens Klubchef Karl-Heinz Rummenigge, zugleich Vorstand der Vereinigung europäischer Spitzenklubs ECA, stellt ein einheitliches Lizenzierungsverfahren bereits für das nächste Jahr in Aussicht. "Bei der ECA sind wir übereingekommen, dass es unabdingbar ist, sich Gedanken über ein einheitliches Lizenzierungsverfahren zu machen. Es ist angedacht, es ab 2010 einzuführen", sagte Rummenigge.

© SID

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