Fußball-EM 2016
Glückslos für die deutschen Weltmeister

Der Fußball-Nationalmannschaft bleibt das Losglück bei großen Turnieren erhalten. Die deutschen Weltmeister spielen in der leichtesten Gruppe und können auf einen ebenfalls leichten Gegner im Achtelfinale hoffen. 

ParisSchon wieder ein Duell mit Robert Lewandowski, zwei Turnierpremieren und eine frühe Rückkehr in das Stade de France: Deutschlands Fußball-Weltmeister haben mit der Ukraine, Polen und Nordirland leichte EM-Vorrundengegner erwischt.

Die Qualifikation für die K.o.-Runde ist für Joachim Löw bei der nächsten Titelmission ohnehin eine Selbstverständlichkeit. „Unsere Gruppe ist für uns machbar, klar. Wir sind Favorit, diese Rolle nehmen wir an, das ist unser Anspruch. Die Gegner kennen wir, Polen natürlich besser als die Ukraine und Nordirland. Jetzt gilt es, die absolute Aufmerksamkeit auf jeden Gegner zu richten”, sagte der Bundestrainer nach der Loszeremonie im Pariser Palais des Congrès.

Besonders emotional wird das zweite Gruppenspiel am 16. Juni gegen Polen werden, wenn Deutschland sieben Monate nach der Terrornacht vom 13. November in das Stade de France in St. Denis zurückkehrt. „Das wird sicher nicht aus den Köpfen raus sein, was da alles passiert ist. Das wird man immer in Erinnerung haben. Das kann man vielleicht ein bisschen verdrängen. Aber irgendwann wird man damit wieder konfrontiert, wenn man nach Paris kommt. Ich denke aber nicht, dass es ein Nachteil ist, in dem Stadion zu spielen”, sagte Löw.

Auch sportlich steht dann die schwerste Aufgabe in der Gruppenphase an. Wie schon in der Qualifikation für Frankreich gilt es, gegen das Team von Superstar Lewandowski zu bestehen. Im Oktober 2014 gab es ein bitteres 0:2 in Warschau, im Rückspiel standen Thomas Müller und Co. deshalb richtig unter Druck - und lösten die Aufgabe mit 3:1.

Zum Auftakt kommt es am 12. Juni in Lille im Norden Frankreichs zu einer EM-Premiere. Gegen die Ukraine hat Deutschland noch nie bei einem Turnier gespielt. „Die Ukraine hat sehr wenige Gegentore bekommen. Sie legen sehr viel Wert auf Defensive und Konterspiel. Damit müssen wir uns sicher auseinandersetzen”, warnte Löw.

Der letzte Gruppengegner Nordirland, der am 21. Juni im Pariser Prinzenpark das DFB-Team fordern wird, war sogar noch nie bei einer EM. Die letzten Pflichtspiele gegen die Briten datieren aus den frühen 80er Jahren, als die Nordiren einen bis heute gültigen Rekord aufstellten und als einziges Team Deutschland in einer Qualifikationsrunde zweimal besiegten.

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