Fußball EM
Auch MV will die EM-Quali entzerren

In die harsche Kritik am bestehenden EM-Qualifikationsmodus hat nun auch Gerhard Mayer-Vorfelder eingestimmt. Der ehemalige DFB-Präsident will in der Uefa-Exekutive eine Vorqualifikation für "kleine Verbände" anregen.

Ein neuer Modus der EM-Qualifikation liegt auch dem ehemaligen DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder am Herzen. Der 73-Jährigen, Mitglied des Exekutivkomitees der Uefa, will, dass die kleinen Verbände "ohne allzu große finanzielle Einbußen" eine Vorqualifikation in zwei Gruppen ausspielen. Die beiden Gruppensieger würden dann in der normalen EM-Qualifikation gegen die großen Verbände antreten.

"Diesen Vorschlag werde ich für die nächste Uefa-Exekutivkomiteesitzung auf die Tagesordnung setzen lassen", kündigt Mayer-Vorfelder in der Sport Bild an. Die nächste Sitzung findet im Oktober statt.

Harte Worte von Hoeneß und Schaaf

Manager Uli Hoeneß vom deutschen Rekordmeister Bayern München hatte die Uefa für die Gestaltung des Spielplans zuletzt scharf attackiert. "Das ist eine unsägliche Bundesliga-Pause", sagte Hoeneß im Anschluss an den Pokal-Erfolg beim Regionalligisten FC St. Pauli: "Das ist eine Verantwortungslosigkeit den Vereinen in der Bundesliga und in Europa gegenüber." Nach drei Bundesliga-Runden in der laufenden Saison hatte es auf Grund von zwei EM-Qualifikations-Runden sowie der ersten DFB-Pokalhauptrunde eine dreiwöchige Pause gegeben.

Bremens Trainer Thomas Schaaf hatte dem Bayern-Manager zugestimmt. "Der ganze Terminplan ist eine Katastrophe. Diese Pausen sind für alle unbefriedigend. Da muss man sich schnellstens Gedanken machen. Das geht auf Kosten des Fußballs und der Qualität", sagte Schaaf. Dieser Meinung seien auch seine Kollegen aus der Bundesliga und der Champions League.

© SID

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