Fußball EM
EM-Qualifikation erreicht entscheidende Phase

Insbesondere für Frankreich und Italien geht es heute ums Eingemachte. Während die Franzosen auf die Färöer Inseln treffen, knöpfen sich die Italiener Georgien vor und versuchen Schottland vom Gruppenthron zu stoßen.

Titelverteidiger Griechenland hofft mit Trainer Otto Rehhagel auf den nächsten Coup, Weltmeister Italien und "Vize" Frankreich zittern in der sogenannten "Todesgruppe" hinter Schottlands "Bravehearts" ums Überleben, das Fußball-Mutterland England steht vor der Woche der Wahrheit und auch für die Ex-Europameister Niederlande, Spanien und Dänemark geht es ans Eingemachte. Acht Monate vor der EM-Endrunde in Österreich und in der Schweiz geht die Qualifikation heute mit 21 Spielen in die entscheidende Phase.

Einen großen Schritt zur Euro können "Rehakles" und die Griechen gegen Bosnien-Herzegowina sowie vier Tage später beim Erzrivalen in der Türkei machen. "Mich interessiert aber erstmal nur das Spiel am Samstag", meinte Rehhagel, der in den Frankfurtern Sotirios Kyrgiakos und Ioannis Amanatidis, Leverkusens Theofanis Gekas und Nürnbergs Angelos Charisteas auf vier Bundesliga-Profis setzt. Bei einem Sieg würden die Hellenen ihre Tabellenführung in der Gruppe C auf jeden Fall behaupten.

Von dieser Situation können Italien und Frankreich 15 Monate nach dem WM-Finale in Berlin nur träumen. "Wir haben eine Pistole direkt an unserem Kopf", erklärte Frankreichs Coach Raymond Domenech unverblümt: "Aber das ist gut. Wir wissen, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen." Vor den Spielen bei den Färöern und am Mittwoch gegen Litauen liegt die "Equipe Tricolore" in der Gruppe B mit 19 Punkten hinter Schottland (21) und Italien (20) nur auf Rang drei.

Italien gegen Georgien unter Druck

Auch Italien ist gegen Georgien mit Trainer Klaus Toppmöller zum Siegen verdammt. Für die "Squadra Azzurra" soll es vor allem Bayern Münchens Torjäger Luca Toni richten, nachdem Coach Roberto Donadoni seine beiden Stürmer Alessandro Del Piero und Filippo Inzaghi aussortiert hat. Fehlen wird im Abwehrzentrum der gesperrte Kapitän und Weltfußballer Fabio Cannavaro.

Die Schotten wollen hingegen die große Euphorie nutzen und erstmals seit der WM 1998 wieder ein großes Turnier erreichen. "Es läuft fantastisch", weiß Kapitän Barry Ferguson, warnt jedoch vor dem Spiel vor 52 000 Zuschauern im Hampden Park gegen WM-Viertelfinalist Ukraine sowie am Mittwoch in Georgien: "Die Qualifikation ist noch immer weit weg."

Insbesondere Toppmöller könnte mit Georgien das Zünglein an der Waage werden. "Wir sind in Italien und gegen Schottland nicht ohne Chance", meinte Toppmöller, der auch in eigener Sache werben will: "Ich würde sehr gerne in Georgien bleiben."

England weiterhin ohne Kapitän Beckham

Für England als Zweiter der Gruppe E hinter Kroatien ist das Spiel gegen Estland ein Aufgalopp für die Partie am Mittwoch beim Dritten Russland. Kapitän John Terry wird wegen Knieproblemen geschont. David Beckham ist noch nicht wieder fit und gar nicht dabei. Dafür haben sich Frank Lampard, Wayne Rooney und nach langer Verletzung auch Michael Owen wieder zurückgemeldet.

Dänemark kann seine EM-Hoffnungen in der Gruppe F nur mit einem Sieg im Duell der Ex-Europameister gegen Spanien aufrecht erhalten. Trainer Morten Olsen kann gegen den Angstgegner (nur zwei Siege in 15 Spielen) wieder auf den zuletzt gesperrten früheren Schalker Christian Poulsen zurückgreifen. Spaniens umstrittener Coach Luis Aragones verzichtet weiter auf Stürmer Raul.

Vor dem Spitzenspiel in der Gruppe G zwischen Rumänien und den Niederlanden hat Bondscoach Marco van Basten mit seinem Flirt mit Ajax Amsterdam für Unruhe gesorgt. Hoffnung auf einen Einsatz kann sich Hamburgs Kapitän Rafael van der Vaart machen, weil Wesley Sneijder und Robin van Persie gesperrt sind.

© SID

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