Fußball EM
EM-Ticketvergabe gerät zur Lotterie

In der Nacht auf Mittwoch schließt das EM-Ticketportal des DFB. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. "Es wird leider nur wenige Gewinner geben", weiß Wolfgang Niersbach.

Nur noch wenige Stunden ist das Online-Ticketportals für die Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich (7. bis 29. Juni) geöffnet. Doch schon jetzt sind bereits zwei Mill. Karten nachgefragt worden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstagvormittag mit. Das Portal wird in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um Mitternacht geschlossen.

"Es bleibt eine Mission Impossible, dieses Ticketing zu handeln. Es wird leider nur wenige freudige Gewinner geben. Wir sind traurig, dass wir nur so wenige Karten verlosen können", erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach angesichts der großen Nachfrage. Unter notarieller Aufsicht werden bis Ende Februar die "Gewinner" ausgelost.

Nur 21 765 Karten zur Verfügung

Nur 21 765 Karten sind dem DFB für die drei Vorrundenspiele zugeteilt worden, von denen 14 400 und damit ein Anteil von 70 Prozent für den freien Verkauf zur Verfügung gestellt werden. Niersbach: "Auch unser internes Kontingent für unsere Gremien, die Bundesliga-Vereine, die Landesverbände, die Sponsoren und die Nationalspieler reicht hinten und vorne nicht." Grundproblem bleibe die Kapazität der Stadien.

Für die EM-Spiele gegen Polen (8. Juni) und Kroatien (12. Juni) im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt (Kapazität: 30 000 Plätze) erhält der DFB von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) jeweils 5 722 Tickets. Für das dritte Vorrundenspiel gegen Gastgeber Österreich (16. Juni) im Wiener Ernst-Happel-Stadion (50 000) stehen 10 321 Karten zur Verfügung.

Maximal vier Tickets pro Bewerber

Jeder Interessent kann bis Dienstagnacht im Online-Verfahren, das sich schon beim Ticketing der WM 2006 bewährt hatte, maximal vier Karten bestellen. Der zeitliche Eingang der Bestellung spielt für die Auslosung keine Rolle.

Die Preise bewegen sich zwischen 45 und 550 Euro. Für jedes Ticket wird eine Verkaufsgebühr von fünf Prozent fällig. Hinzu kommt für jede Bestellung eine Gebühr von 20 Euro für die Bearbeitung und den Versand. Der Gesamtpreis wird sofort nach der Zuteilung in Rechnung gestellt. Sollte sich die deutsche Mannschaft nicht für weitere EM-Begegnungen qualifizieren, werden die einbezahlten Gelder innerhalb von acht Tagen zurückerstattet.

© SID

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