Fußball EM
Frankreich mit Mühe, Engländer und Griechen patzen

In der Qualifikation zur EM 2008 haben die Favoriten erneut gewackelt. Frankreich quälte sich zu einem 1:0 in Litauen, England spielte nur 0:0 in Israel. Europameister Griechenland unterlag derweil der Türkei 1:4.

Vizeweltmeister Frankreich hat auf dem Weg zur EM 2008 zu einem wichtigen Sieg gequält. Die Franzosen mit Willy Sagnol von Bayern München gewannen in einem schwachen Spiel in Kaunas mit 1:0 (0:0) gegen Litauen und bleiben mit zwölf Punkten Zweiter der Qualifikationsgruppe B hinter den punktgleichen Schotten, das Georgien mit dem deutschen Trainer Klaus Toppmöller mit 2:1 bezwang. Die Litauer, die bei Weltmeister Italien ein 1:1 erkämpft hatten, festigten trotz der Niederlage ihren Ruf als Favoriten-Schreck und machten der Equipe Tricolore bis zum Tor von Nicolas Anelka (73.) das Leben denkbar schwer. Derweil fielen die am Samstag spielfreien Italiener (7) auf den vierten Tabellenplatz zurück. Die Ukraine (9) übernahm durch das 2:0 (1:0) auf den Färöern den dritten Rang.

Dagegen muss England mehr und mehr um die EM-Teilnahme bangen. In Israel kam die Elf aus dem Fußball-Mutterland in Gruppe E nicht über ein 0:0 hinaus und verlor mit acht Punkten aus fünf Spielen weiter an Boden auf Russland (11), das 2:0 (0:0) in Estland gewann. Kroatien verteidigte die Tabellenführung (13) am Abend durch ein schwer erkämpftes 2:1 (0:1) gegen Mazedonien.

Griechen kommen unter die Räder

Derweil hat Otto Rehhagel hat mit Europameister Griechenland einen ersten heftigen Rückschlag hinnehmen müssen. Trotz eines frühen Treffers des Frankfurter Bundesliga-Profis Sotirios Kyrgiakos (5.) verloren die Griechen nach zuvor drei Siegen in drei Partien das Spitzenspiel der Gruppe C gegen die Türkei 1:4 (1:1). Dadurch verpassten die Griechen gegen den Erzrivalen, der nach vier Spielen die optimale Ausbeute von zwölf Punkten aufweist, einen Prestige-Erfolg am Tag vor dem Nationalfeiertag. In den anderen Spielen der Gruppe feierte Bosnien-Herzegowina dank des Führungstreffers des Bochumers Zvjezdan Misimovic ein 2:1 (2:0) in Norwegen und rückte bis auf zwei Zähler an die "Hellenen" heran. Malta entführte im Duell der "Punktelieferanten" ein 1:1 aus Moldawien.

Siege für Irland und die Slowakei

Die Republik Irland hat derweil in der "deutschen" Gruppe D ihre Chance auf die erste Endrunden-Teilnahme seit 1988 gewahrt. Die Iren gewannen das Insel-Duell gegen Wales in Dublin verdient mit 1:0 (1:0) und schlossen vor dem Spiel zwischen Tschechien und Deutschland bei allerdings zwei mehr ausgetragenen Spielen vorübergehend zu den Top-Teams auf. Matchwinner war erneut Stephen Ireland. Der 20-Jährige von Manchester City schoss das Tor des Tages (39.) und damit seinen dritten Treffer im vierten Länderspiel. Bereits beim letzten Qualifikationsspiel in San Marino (2:1) hatte Ireland sein Team mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit vor einer Blamage bewahrt.

Auch die Slowakei hält durch ein 3:1 (0:1) auf Zypern mit neuen Punkten weiter Kontakt zum Führungsduo. Die Zyprer, die der deutschen Mannschaft im letzten Spiel des Jahres 2006 ein 1:1 abgetrotzt hatten, gingen trotz einer Roten Karte gegen Torhüter Michalis Morphis (41.) durch Efstathios Aloneftis in Führung (45.). Robert Vittek vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg (54.) leitete die Wende ein, Martin Skrtel (67.) und Martin Jakubko (77.) sicherten letztlich den Sieg der Slowaken.

Erfolgreich waren in der EM-Qualifikation der Wolfsburger Jacek Krzynowek, der durch das 5:0 (3:0) gegen Aserbaidschan mit Polen (12) die Tabellenführung der Gruppe A vor den spielfreien Finnen (11) übernahm und einen Treffer beisteuerte. Für Historisches sorgte in derselben Gruppe am Samstag Kasachstan, das durch das 2:1 gegen Serbien (10) erstmals einen Sieg in der EM-Quali bejubeln durfte. Ein Doppelpack von Nuno Gomes (53.) und Cristiano Ronaldo hat Portugal den Weg zum 4:0 (0:0) gegen Belgien geebnet. Ricardo Quaresma erhöhte in der 69. Minute, ehe Ronaldo mit seinem zweiten Tor (75.) den Schlusspunkt für den WM-Vierten setzte, der nach Punkten mit Serbien gleichzog. Belgien liegt drei Punkte dahinter.

Oranje gegen Rumänien ohne Tore

In der Gruppe F kam Nordirland zu einem leichten 4:1 (0:0) in Liechtenstein und rückten mit nun zehn Punkten auf Rang zwei hinter den spielfreien Spitzenreiter Schweden (12). David Healy traf dabei gleich dreimal für die Nordiren. WM-Teilnehmer Spanien gelang der Befreiungsschlag im Spiel gegen Dänemark gelungen. Die Iberer behielten mit 2:1 (2:0) die Oberhand und holten damit in der vierten Begegnung auf dem Weg zur EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz den zweiten Sieg.

Für die Gastgeber trafen im Estadio Santiago Bernabeu in der Hauptstadt Madrid der ehemalige Real-Angreifer Fernando Morientes (34.) und dessen Sturmpartner beim FC Valencia, David Villa (45.), noch vor der Pause. Für die Skandinavier, die den früheren Dortmunder Profi Niclas Jensen bereits in der 20. Minute durch Gelb-Rot verloren, konnte Michael Gravgaard (49.) nur noch verkürzen.



In der Gruppe G verteidigte die Niederlande trotz eines enttäuschenden 0:0 in Rotterdam gegen Rumänien die Tabellenführung. Oranje hat nunmehr elf Punkte auf dem Konto, die Rumänen und die spielfreien Bulgaren folgen (je 8). Weißrussland (7) verkürzte den Abstand zur Spitze durch ein 2:1 (1:0) in Luxemburg, Albanien und Slowenien trennten sich torlos.

© SID

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