Fußball EM
Friedliche Fanfeste trotz Finalpleite

Bei den bundesweiten Public-Viewing-Veranstaltungen blieb es fast überall ruhig. Die Polizei meldete nur kleinere Zwischenfälle und zog nach dem EM-Finale eine positive Bilanz.

Die deutschen Fußball-Fans haben enttäuscht aber friedlich auf die 0:1-Niederlage im EM-Finale gegen Spanien reagiert. Bei den bundesweiten Public-Viewing-Veranstaltungen mit allein 600 000 Besuchern auf der Fanmeile in Berlin blieb es fast überall ruhig. Die Polizei meldete nur kleinere Zwischenfälle und zog eine positive Bilanz des letzten EM-Wochenendes.

"Wir haben in der Nacht im gesamten Stadtgebiet 65 Festnahmen registriert. Das ist angesichts der Masse sehr wenig", sagte ein Berliner Polizeisprecher und fügte an: "Bei jedem Volksfest passiert mehr."

Nach der Partie trafen sich rund 4 000 Fans kurz am Kurfürstendamm, eine richtige Party-Stimmung mit Auto-Korso wollte jedoch nicht aufkommen. Gegen 2.00 Uhr lagen in der Hauptstadt die meisten Fußball-Fans in den Betten, am Montag werden erneut mehrere Hunderttausend zum Empfang des DFB-Teams vor dem Brandenburger Tor erwartet.

Auch das Hamburger Fanfest verlief nach Angaben der Polizei "absolut friedlich". Am Rande der öffentlichen Übertragungen auf dem Heiligengeistfeld, der Reeperbahn und dem Schanzenviertel, zu denen insgesamt rund 74 000 Fans gepilgert waren, habe es nur kleinere Ausschreitungen gegeben, erklärte eine Polizeisprecherin. 13 Festnahmen, 61 Ingewahrsamnahmen und 98 Platzverweise seien angesichts der Größenordnung der Veranstaltungen "eher unterdurchschnittlich", hieß es.

Kleinere Zwischenfälle in Magdeburg, Bautzen und Halle/Saale

>In Köln feierten 35 000 Menschen in der Innenstadt, weitere 40 000 rund um die Kölnarena friedlich und ohne Zwischenfälle. 19 Verhaftungen und damit "weniger als bei jedem Bundesliga-Spiel" meldete die Polizei in Dortmund, wo 30 000 Fans feierten. Friedlich blieb es auch in Frankfurt/Main und Stuttgart.

Beim Public Viewing im Münchener Olympiastadion mit 51 000 Zuschauern gab es lediglich kleinere Probleme, als Fans auf den abgesperrten Rasen stürmten, von den Sicherheitskräften jedoch zurückgedrängt werden konnten.

Kleinere Zwischenfälle wurden aus der "Fußball-Provinz" gemeldet. In Magdeburg zog ein randalierender Trupp durch die Innenstadt, zündete Mülltonnen an und warf Flaschen auf Polizisten, acht Beamte wurden leicht verletzt. Bei Auseinandersetzungen in Halle/Saale wurde 17 Polizisten leicht verletzt.

Am Montagfrüh blockierten im sächsischen Bautzen 400 Personen eine Bundesstraße in Bautzen. Als die Polizei zur Räumung anrückte, wurde sie angegriffen. Dabei erlitten zwei Beamte leichte Verletzungen, Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt, es gab sieben Festnahmen.

© SID

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