Fußball EM
Fußball-Nationen starten in EM-Qualifikation

Heute beginnt für die großen Fußball-Nationen das Unternehmen EM-Qualifikation 2008. Weltmeister Italien trifft in Neapel auf Litauen, Europameister Griechenland tritt in Moldawien an und Frankreich reist nach Georgien.

Knapp zwei Monate nach der Weltmeisterschaft steht für die großen Fußball-Nationen bereits die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm. Mit 19 Begegnungen in ganz Europa wird am Wochenende die EM-Qualifikation fortgesetzt. Viele Teams spekulieren auf einen der 14 noch freien Plätze in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni 2008), darunter sieben ehemalige Titelträger.

Wie die Italiener, die in Neapel gegen Litauen spielen, müssen die Großen ausnahmslos gegen vermeintliche Fußball-Zwerge ran. Doch das Team des neuen Trainers Roberto Donadoni ist gewarnt. "Der WM-Sieg war ein außergewöhnlicher Erfolg, aber gegen Litauen zählt das nicht mehr", sagt Kapitän Fabio Cannavaro: "Wir wollen unser neues Abenteuer gut beginnen."

Final-Revanche in Paris

644 Tage vor der EM-Endrunde ist ein Sieg für die "Squadra Azzurra" schon mit Blick auf die zweite Partie am Mittwoch von enormer Bedeutung: Dann nämlich kommt es in Paris zur Revanche gegen Vize-Weltmeister Frankreich. Die "Equipe Tricolore" reist zuvor nach Georgien. "Wir dürfen noch nicht an Italien denken", fordert Mittelfeldspieler Claude Makelele.

Zumal die Franzosen, die ohne ihren zurückgetretenen Kapitän Zinedine Zidane und den verletzten Stürmer David Trezeguet spielen, in Tiflis Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius und ein hungriger Gegner erwarten. "Wir sind selbstbewusst, kein Kanonenfutter", sagt Trainer Klaus Toppmöller. Georgien gewann Mitte August sein erstes Spiel gegen die Färöer 6:0.

In der "deutschen" Gruppe D empfangen die Tschechen im Spiel eins nach dem Abschied von Pavel Nedved in Teplice Wales. Viel wird dabei auf den Ex-Dortmunder Tomas Rosicky ankommen, der als neuer Kapitän im Mittelfeld die Fäden ziehen soll. Die Slowakei trifft ohne den verletzten Nürnberger Robert Vittek in Bratislava auf Zypern.

Griechenland in Moldawien unter Druck

In der Gruppe C steht Titelverteidiger Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel indes in Moldawien unter Druck. Nach der verpassten WM-Qualifikation und dem 0:4 gegen England im letzten Test forderte die Presse Blutauffrischung für den überalterten Kader. "Ich ganz alleine und niemand sonst ist für Entscheidungen verantwortlich", konterte Rehhagel gewohnt trocken: "Ich habe Spieler berufen, die die Nationalmannschaft wie ihre Westentasche kennen."

England und sein neuer Coach Steve Mcclaren bekommen es in Gruppe E mit Andorra zu tun. "Seine Arbeit kann auf dem Platz den entscheidenden Unterschied ausmachen", lobt Mittelfeld-Ass Frank Lampard den neuen Trainer, der auf Wayne Rooney, Michael Owen, Gary Neville und Joe Cole verzichten muss. "Wir respektieren Andorra", sagt Lampard: "Aber alles andere als ein Sieg kommt nicht in Frage."

Spanien hat Pflichtaufgabe Liechtenstein vor der Brust

Das gilt auch für Spanien, das in Gruppe F gegen Liechtenstein ran muss. "Wir werden bei der EM das nachholen, was wir bei der WM versäumt haben", sagt Trainer Luis Aragones. Ein Scheitern schon in der Qualifikation schließt der Europameister von 1964 aus, obwohl in Schweden (in Lettland) und Dänemark (am Mittwoch in Island) starke Gegner warten.

Mit unangenehmer Konkurrenz hat es auch die Niederlande in Gruppe G zu tun. Während sich Rumänien und Bulgarien zum Schlager in Constanta treffen, reist der Europameister von 1988 aber zunächst nur nach Luxemburg. In der Gruppe A beginnt für Serbien mit Trainer Javier Clemente, aber ohne die abtrünnige Republik Montenegro gegen Aserbaidschan eine neue Zeitrechnung. Leo Beenhakker debütiert als neuer Coach der Polen gegen Finnland.

© SID

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