Fußball EM
Italien, Frankreich und Kroatien fahren zur EM

Italien, Frankreich und Kroatien haben das EM-Ticket gelöst, und auch das Fußball-Mutterland England hat die Teilnahme wieder in der eigenen Hand. Schottland bleibt dagegen nur der undankbare dritte Platz in Gruppe B.

In Weltmeister Italien, "Vize" Frankreich, der Niederlande und Spanien qualifizierten sich vier "Fußball-Großmächte" genauso wie Kroatien und Polen am vorletzten Spieltag für die EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz. Auch das Fußball-Mutterland England hat die Teilnahme an der EM in Österreich und der Schweiz wieder in der eigenen Hand. Auch die Türkei hat den vorzeitigen K.o. abgewendet und vor dem abschließenden Gruppenspiel nun beste Chancen auf das Weiterkommen.

Damit sind zwölf der 16 EM-Startplätze vergeben. Neben den beiden Gastgebern hatten sich zuvor Deutschland, Tschechien, Titelverteidiger Griechenland und Rumänien für die Endrunde qualifiziert.

Italien machte durch einen 2:1 (1:0)-Sieg in Schottland alles klar und bescherte damit auch den spielfreien Franzosen das EM-Ticket. Für die "Bravehearts", die in der EM-Qualifikation für Furore gesorgt hatten, bleibt nur der undankbare dritte Platz.

Die Niederlande erledigten die Pflichtaufgabe gegen Luxemburg mit einem 1:0 (1:0)-Sieg und sicherten sich damit den zweiten Platz in Gruppe G hinter Rumänien, das gegen Bulgarien in Sofia 0:1 (0:1) verlor.

Kroatien qualifizierte sich trotz einer 0:2 (0:0)-Niederlage in Mazedonien zum dritten Mal seit 1996 für die Endrunde. Der WM-Dritte von 1998 profitierte von der überraschenden 1:2 (0:1)-Niederlage der Russen in Israel. Diese spielte auch England in die Karten. David Beckham und Co. genügt am Mittwoch bereits ein Punkt gegen Kroatien zur Qualifikation.

Polen machte durch einen Doppelpack des früheren Dortmunders Ebi Smolarek (45. und 49.) beim 2:0 (1:0) gegen Belgien die erste EM-Teilnahme perfekt. Im Kampf um den zweiten Platz in der Gruppe A wahrte Finnland durch ein mühsames 2:1 (0:0) gegen Aserbaidschan seine kleine EM-Chance. Dafür brauchen die Skandinavier aber zum Abschluss einen Sieg bei Vize-Europameister Portugal, der durch einen 1:0 (1:0)-Sieg über Armenien den zweiten Platz behauptete.

Spanien erkämpfte sich seinen EM-Startplatz durch einen 3:0 (2:0)-Sieg über Schweden, wodurch die Iberer den ersten Platz in Gruppe F eroberten. Die Schweden benötigen ihrerseits noch einen Zähler aus dem Spiel gegen Lettland. Ansonsten könnte noch Nordirland profitieren, das gegen Dänemark 2:1 (0:0) gewann.

Israel leistet England Schützenhilfe

England hat unterdessen unerwartete Schützenhilfe aus Israel bekommen. Der Außenseiter gewann überraschend gegen Russland 2:1 (1:0), womit David Beckham und Co. am Mittwoch bereits ein Punkt gegen Kroatien zur Qualifikation genügt.

Mit einem Sieg gegen Bosnien wäre auch die Türkei durch, nachdem der WM-Dritte von 2002 im direkten Duell um den zweiten Platz hinter Griechenland in Gruppe C in Norwegen 2:1 (1:1) gewann. Griechenland holte sich durch einen 5:0 (1:0)-Sieg gegen Malta den Gruppensieg, dabei trafen dreimal Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen) und einmal Ioannis Amanatidis (Eintracht Frankfurt) für die Hellenen.

In der deutschen Gruppe ist die walisische Nationalelf vier Tage vor dem Duell mit der DFB-Auswahl zu einem 2:2 (1:1) gegen Irland gekommen. Für Wales war Jason Koumas (23. und 89. per Foulelfmeter) zweimal erfolgreich, Irland war durch Robbie Keane (31.) und Kevin Doyle (60.) zwischenzeitlich in Führung gegangen. Beide Teams haben keine Chance mehr auf die EM-Teilnahme. Die Tschechen bleiben durch den 3:1 (1:0)-Erfolg über die Slowakei Spitzenreiter.

In Gruppe A hat Finnland durch einen mühsamen 2:1 (0:0)-Sieg gegen Aserbaidschan seine kleine Chance auf die EM-Teilnahme gewahrt. In Gruppe G verpasste Rumänien den Gruppensieg, die Karpaten verloren gegen Bulgarien in Sofia 0:1 (0:1).

Luco Toni trifft nach 70 Sekunden

Bayern Münchens Stürmerstar Luca Toni ebnete mit seinem Blitztor nach nur 70 Sekunden der "Squadra Azzurra" im Glasgower Hampden Park den Weg zur EM-Teilnahme. Nach dem Ausgleich von Barry Ferguson (65.) machte schließlich Christian Panucci in der ersten Minute der Nachspielzeit alles klar. Die Schotten, die beide Spiele gegen Frankreich gewonnen hatten und im vorletzten Spiel ein schmerzhaftes 0:2 in Georgien kassierten, müssen damit weiter auf die erste Teilnahme an einem großen Turnier seit der WM-Endrunde 1998 warten.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erwischte Norwegen im Ullevaal-Stadion in Oslo einen Start nach Maß, als bereits nach zwölf Minuten Erik Hagen den Führungstreffer erzielte. Doch Emre Belozoglu (31.) und Nihat Kahveci (60.) schafften für die Gäste die Wende.

England durfte sich bei Elyaniv Barda (10.) und Omer Golan (90.+2) bedanken, die für Israel in Tel Aviv trafen. Die Russen, die mit zwei Siegen gegen Israel und Andorra qualifiziert gewesen wären, kamen lediglich durch Dinijar Biljaletdinow (60.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

© SID

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