Fußball EM
Klose visiert Top-Ten der DFB-Torjägerliste an

Beim EM-Qualifikationsspiel in San Marino kann Miroslav Klose in den Kreis der zehn erfolgreichsten Torjäger der deutschen Nationalmannschaft aufrücken. Der WM-Torschützenkönig erwartet, dass "wir hoch gewinnen".

Vor dem EM-Qualifikationsspiel am Mittwoch in Serravalle gegen San Marino (20.45 Uhr/live im ZDF) hat Miroslav Klose die Top-Ten der ewigen Torjägerliste der deutschen Nationalmannschaft im Visier. Der WM-Torschützenkönig konnte bisher 31 Treffer im Nationaltrikot bejubeln und liegt damit zusammen mit Michael Ballack auf Rang elf. Zehnter ist zurzeit Klaus Fischer, der 32 Treffer erzielte.

Klaus Fischer hat nur einen Treffer mehr

Der Bremer selbst sieht das gelassener. "Mich interessiert das nicht. Sonst heißt es nur wieder, ich würde nur gegen kleine Mannschaften treffen", sagte Klose am Montag vor dem Abflug des WM-Dritten nach Rimini. Der Werder-Angreifer will sich "keine Gedanken darüber machen, ob ich drei oder vier Tore schieße. Wichtig ist nur, dass wir unser zweites Spiel hoch gewinnen".

Vor dem Spiel im Stadio Olimpico in San Marino, bei dem der Fußballer des Jahres und auch Irland-Matchwinner Lukas Podolski einiges für das Selbstbewusstsein tun könnten, liegen zudem der legendäre Fritz Walter (33) und Ulf Kirsten (34) in Kloses Reichweite.Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff (37) wird seinen siebten Platz in der ewigen Torschützenliste derweil wohl vorerst verteidigen können.

Doch das ficht Klose nicht an. Vielmehr wurmt den zweifachen Familienvater, dass er nicht bereits eine seiner zahlreichen Möglichkeiten beim 1:0 gegen Irland am Samstag in Stuttgart nutzte. "Hätten wir gegen die Iren früher ein Tor geschossen, dann wäre auch ein höherer Sieg drin gewesen. Da haben wir aber zu viele Chancen ausgelassen", meinte Klose, der in der laufenden Bundesliga-Saison in bislang drei Spielen zwei Treffer erzielt hat.

Dass er gegen die Iren nicht zum Torerfolg kam, wollte Klose am Montag allerdings nicht auf seine Nike-Schuhe schieben. Nach 63 Länderspielen in adidas-Tretern durfte der begeisterte Tennisspieler bei seinem 64. Einsatz gegen Irland erstmals die Schuhe seines persönlichen Ausrüsters tragen. "An den Schuhen kann es nicht gelegen haben, zwei Chancen hatte ich ja mit dem Kopf", flachste Klose.

Podolski "auf einem guten Weg"

Gemeinsam mit dem Münchner Podolski will Klose nun San Marinos Abwehr die Grenzen aufzeigen. "Wir müssen versuchen, San Marino über die Außenbahnen zu knacken, weil das unsere große Stärke ist", meinte Klose, der seinem ebenfalls in Polen geborenen Sturmpartner aufsteigende Form attestierte. "Ich glaube, er ist auf einem guten Weg. Unser Zusammenspiel wird von Woche zu Woche besser. Natürlich ist die Situation bei den Bayern für ihn schwierig, aber in der Nationalmannschaft holt er sich ja Selbstvertrauen", meinte Klose.

Dass die deutsche Nationalmannschaft den Fußball-Zwerg ähnlich unterschätzen könnte wie vor knapp vier Jahren in Hannover die Mannschaft von den Färöern beim hauchdünnen 2:1 in der Qualifikation für die EM 2004 in Portugal, glaubt Klose nicht: "Alles hängt von unserer Einstellung ab. Ich glaube nicht, dass wir den Fehler machen werden, San Marino zu unterschätzen. Ich hoffe, dass es am Mittwoch besser läuft als damals gegen die Färoer."

© SID

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