Fußball EM
Lockerer 4:0-Sieg für DFB-Team gegen Zypern

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr vorletztes EM-Qualifikationsspiel in Hannover gegen Zypern leicht und locker mit 4:0 (2:0) gewonnen. Fritz, Klose, Podolski und Hitzlsperger trafen für das Löw-Team.

Die deutsche Nationalmannschaft hat genau einen Monat nach der 0:3-Schmach gegen Tschechien zurück in die Erfolgsspur gefunden und sich die theoretische Chancen auf den Gruppensieg in der EM-Qualifikation gewahrt. Der WM-Dritte, der sich bereits Mitte Oktober dank eines 0:0 in Irland vorzeitig für die Euro 2008 qualifiziert hatte, gewann in Hannover nach souveräner Leistung gegen Zypern mit 4:0 (2:0) und hat damit vor dem abschließenden Spiel am Mittwoch gegen Wales in Frankfurt einen perfekten Jahresabschluss vor Augen.

Fritz gelingt früher Treffer

Vor 45 016 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena in Hannover erwischte die deutsche Mannschaft mit dem schnellsten Treffer in der Ära von Bundestrainer Joachim Löw einen Traumstart. Der Bremer Clemens Fritz erzielte bereits nach 73 Sekunden die Führung für den dreimaligen Welt- und Europameister, Miroslav Klose sorgte mit seinem 36. Länderspieltreffer für den 2:0-Pausenstand (20.). Nach dem Seitenwechsel trafen dann der überragende Lukas Podolski (53.) und Thomas Hitzlsperger (82.).

"Alle Tore waren gut herausgespielt", lobte Löw und hob die Leistung von Podolski hervor: "Dass Lukas aus der Tiefe kommen kann, war uns klar, und es war fußballerisch klasse, was er gezeigt hat. Bei uns in der Nationalmannschaft ist er eine feste Größe."

Der dreimalige Welt- und Europameister war den Zyprern von der ersten Minute an in allen Belangen überlegen. Löw hatte nach der Pleite gegen Tschechien in der Vorbereitung auf die Partie gegen den 57. der Weltrangliste offenbar genau die richtigen Worte gefunden. Insbesondere der Münchner Podolski und der Bremer Fritz überragten auf den Außenbahnen, so dass sich direkt nach der 1:0-Führung auch weitere gute Möglichkeiten ergaben. "Poldi" war an drei Toren beteiligt.

Zunächst setzte Angreifer Mario Gomez nach einem Eckball von Piotr Trochwoski einen Kopfball deutlich über das Tor (6.). Drei Minuten später hatte erneut der Stürmer vom deutschen Meister VfB Stuttgart die Chance zu erhöhen, sein Schuss aus halbrechter Position ging aber knapp am Gäste-Gehäuse vorbei. Nachdem sich Podolski einmal mehr auf der linken Seite durchgesetzt hatte, passte Fritz zurück auf Interimskapitän Klose, der in der 20. Minute souverän zum 2:0 einschob.

Trochowski erstmals in der Zentrale

Löw hatte auf Grund der Verletzungen von Kapitän Michael Ballack, Bernd Schneider, Torsten Frings, Bastian Schweinsteiger und Marcell Jansen einmal mehr in die Trickkiste greifen müssen. So spielte Trochowski erstmals in der Zentrale hinter den Spitzen Klose und Gomez. Als Abfangjäger fungierte der wiedergenesene Thomas Hitzlsperger, während Fritz und Podolski im Mittelfeld auf den Außenbahnen förmlich stürmten.

Dagegen konnte Löw in der Abwehr gegen den Underdog, der im Hinspiel beim 1:1 in Nikosia Löw die ersten Punkte in der EM-Qualifikation abgenommen hatte, auf seine WM-Viererkette mit Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder und Philipp Lahm zurückgreifen, die über weite Strecken der Partie kaum gefordert wurde.

50. Länderspiel für Lehmann

Im Tor stand nach seiner Gelbsperre gegen Tschechien wieder Jens Lehmann, der sein 50. Länderspiel absolvierte. Eine Chance, sich auszuzeichnen, hatte der Edelreservist vom FC Arsenal aber erst in der 45. Minute, als sich der Cottbuser Efstathios Alonestis gegen Arne Friedrich durchsetzte, dann aber am gut reagierenden Lehmann scheiterte.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte die deutsche Mannschaft die Partie weiter fest im Griff und baute durch Podolskis 24. Tor im 43. Länderspiel die Führung weiter aus. Aufgrund des sicheren 3:0 ließ sich dann Lehmann in gewohnter Manier zu einem Ausflug an die Strafraumseitenlinie hinreißen, die beinahe zum Anschlusstreffer durch Zyperns Kapitän Ioannis Okkas geführt hätte. Die Folge waren "Robert-Enke-Rufe" der Hannoveraner Zuschauer.

© SID

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