Fußball EM
Löw-Rücktritt hätte Zwanziger nicht akzeptiert

Für DFB-Präsident Theo Zwanziger wäre ein Rücktritt von Bundestrainer Joachim Löw nach einem möglichen EM-Vorrunden-Aus nicht akzeptabel gewesen. "Das kam überhaupt nicht infrage."

DFB-Präsident Theo Zwanziger hätte einen Rücktritt von Bundestrainer Joachim Löw bei einem Scheitern der deutschen Nationalmannschaft nach der EM-Vorrunde nicht hingenommen. "Das kam überhaupt nicht infrage. Wenn er gesagt hätte, er kann unter diesen Umständen nicht weitermachen, dann hätte ich ihn gebeten, eine Woche darüber nachzudenken. Und ich hätte alles unternommen, ihn umzustimmen", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Interview mit der Welt.

Dass ein erneuter K.o. in der Vorrunde zu einem "wort case" geführt hätte, räumte der Verbandschef ein, betonte aber: "Auch den hätten wir bewältigt. Denn wir wussten, dass es zu diesem System keine Alternative gibt. Das Team mit Löw und Bierhoff steht. Es ergänzt sich, das sind alles keine Wichtigtuer und Streithansel. Sie arbeiten konzentriert zusammen. Ich bin wirklich stolz auf die Jungs."

"Bierhoff macht einen ausgezeichneten Job"

Zwanziger verteidigte noch einmal die hohen Kosten für dieses Turnier von rund 20 Mill. Euro und die Arbeit von Teammanager Oliver Bierhoff, der größtenteils für die Ausgaben verantwortlich ist: "Bierhoff macht einen ausgezeichneten Job. Er hat bei der EM sehr gute Bedingungen geschaffen, und das hat sich positiv auf das Klima ausgewirkt. Ich habe das selbst gespürt, als ich ein paar Tage im EM-Quartier war."

Der DFB-Präsident versicherte Löw zudem seine Rückendeckung bei einer Entscheidung über den ehemaligen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters; dieser hatte als Mitglied des DFB-Kompentenzteams nach dem 1:2 gegen Kroatien Mannschaft und den Trainerstab öffentlich kritisiert. "Das war falsch und unklug", sagte der DFB-Präsident: "Es kann nicht sein, dass nach einem Durchhänger in einem Turnier eine Konzeption in Frage gestellt wird, die man aus der Ferne beurteilt und somit im Detail nicht mal kennt. So etwas werden wir nicht zulassen."

© SID

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