Fußball EM
Matthäus bei Tschechien im Gespräch

Weltenbummler Lothar Matthäus hat unter Umständen bald wieder eine neue Aufgabe. Der tschechische Verband hat bestätigt, dass Matthäus ein potentieller Kandidat für den Posten des Nationaltrainers ist.

In Wien, Belgrad, Ungarn, Brasilien und zuletzt in Salzburg war Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus in den vergangenen sechs Jahren als Trainer aktiv. Jetzt lockt Prag - der tschechische Fußball-Verband hat bestätigt, dass Matthäus ein potentieller Kandidat für den Posten des Nationaltrainers ist. Wie Manager Vlastimil Kostal erklärte, sei es schon im April zu einem Gespräch mit dem Franken gekommen. "Es war aber nur ein informelles Gespräch, denn es gibt keinen Grund, sich von Karel Brückner zu trennen", sagte Kostal der Tageszeitung Pravo.

Der Manager des deutschen Gruppengegners in der Qualifikation zur Euro 2008 ergänzte aber auch, er wolle auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. "Man muss Alternativen haben. Es ist Zeit, sich im Ausland umzusehen, denn ich sehe in der Tschechischen Republik keine passenden Trainer", sagte Kostal. Matthäus war am Dienstag bei Red Bull Salzburg als Assistent von Cheftrainer Giovanni Trapattoni ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages entlassen worden.

Matthäus: "Werde nicht nachkarten"

Matthäus gestand unterdessen, er habe bereits damit gerechnet, in der kommenden Spielzeit nicht mehr auf der Trainerbank des neuen österreichischen Meisters zu sitzen. "Man merkt in einem Klub recht schnell, falls etwas im Busch ist", sagte er in einem Interview mit dem Donaukurier. Er werde aber "sicher nicht nachkarten", es sei im Profigeschäft eben so: "Wenn man nicht mehr zusammenpasst, muss man sich halt trennen."

Die Differenzen mit Trapattoni, der ihm vor rund einem Jahr nachträglich als Cheftrainer in Salzburg vorgesetzt wurde, seien allerdings rein sportlicher Natur, sagte Matthäus: "Ich denke nicht, dass das persönliche Verhältnis zwischen Trapattoni und mir getrübt ist." An seiner Arbeit sollte es ohnehin keine Zweifel geben, meint der 46-Jährige: "Ich glaube, wenn man den Job, den ich gemacht habe, objektiv beurteilt, kann man mir nichts vorwerfen."

In einem Interview mit den Salzburger Nachrichten verkündete Matthäus außerdem, er werde nun zunächst einmal in Salzburg wohnen bleiben, "wer weiß, vielleicht legt Red Bull noch einmal Wert auf meine Dienste". Vielmehr geht Matthäus allerdings davon aus, dass sein künftiges Betätigungsfeld eine europäische Top-Liga ist: "Was ich will, ist ein Klub mit Perspektive, in dem auch im Umfeld die Voraussetzungen passen, um erfolgreich zu sein."

© SID

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