Fußball EM
Neid fehlen gegen Niederlande viele Stammkräfte

Gleich zum Auftakt der EM-Qualifikation müssen die deutschen Fußball-Frauen am 12. April gegen die Niederlande antreten. Dabei stehen DFB-Trainerin Silvia Neid zahlreiche Stammkräfte nicht zur Verfügung.

Beim Start in die EM-Qualifikation am 12. April in Wattenscheid gegen die Niederlande (15.55 Uhr) müssen Deutschlands Fußballerinnen auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. Neben der am Montag zurückgetretenen Steffi Jones muss Nationaltrainerin Silvia Neid auf Torhüterin Silke Rottenberg (Kreuzbandriss), Sandra Minnert (Knorpelschaden im Knie) und Celia Okoyino da Mbabi (Schienbeinbruch) verzichten.

Bartusiak soll sich beweisen

Trotz der Personalprobleme steht in Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt) lediglich eine Spielerin ohne Länderspielerfahrung im 18-köpfigen Kader der Welt- und Europameisterinnen. "Auch wenn sie nicht das erste Mal bei uns dabei ist, muss sie sich bestimmt erst wieder bei uns einfinden. International wird nun einmal ein ganz anderes Tempo gespielt als auf Vereinsebene. Ich bin gespannt, wie sie sich gibt", meinte Neid zur Berufung der 24-Jährigen, die beim Leistungstest im Dezember mit guten Werten überzeugen konnte.

Neid, deren Team zuletzt beim Algarve-Cup in Portugal mit dem achten Platz enttäuscht hatte und sich im Hinblick auf die WM in China (10. bis 30. September) noch gewaltig steigern muss, schätzt die Niederlande als härtesten Konkurrenten in der Qualifikation ein. "Das ist zum Auftakt gleich der stärkste Gegner", sagte Neid, die mit ihrer Mannschaft auf dem Weg zur EM-Endrunde 2009 in Finnland noch gegen Wales, Belgien und die Schweiz antreten muss.

In der bisher letzten Partie gegen die Niederländerinnen, die auf dem 18. Platz der Weltrangliste liegen und in diesem Jahr bereits Siege gegen Italien sowie England feiern konnten, musste sich die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Oktober 2004 in Berlin mit einem torlosen Remis zufrieden geben.

Der Qualifikations-Modus sieht vor, dass sich die Sieger der sechs Gruppen für die Endrunde qualifizieren. Die Gruppenzweiten und die vier besten Gruppendritten müssen in die Play-offs. An der Endrunde, für die Gastgeber Finnland automatisch qualifiziert ist, nehmen in zwei Jahren erstmals zwölf anstatt wie bisher acht Mannschaften teil.

DFB-Frauen mit Rückennummern und Namenszug

Gegen die Niederlande werden die deutschen Fußballerinnen mit festen Rückennummern und ihrem Namenszug auf dem Trikot spielen. Damit sorgt die Auswahl des DFB für eine Neuerung, denn bisher erhielten die Frauen nur bei Welt- und Europameisterschaft sowie bei den Olympische Spielen feste Rückennummern mit Namenszug.

Die Verteilung der Rückennummern für den erweiterten Kreis der DFB-Auswahl nahm Nationaltrainerin Silvia Neid vor. Die Regelung gilt bis zur WM in China (10. bis 30. September). Für die Endrunde schreibt der Weltverband Fifa vor, dass den Spielerinnen nur die Nummern 1 bis 21 zugeteilt werden dürfen.

Die Nummern der Spielerinnen im Überblick:

1 Silke Rottenberg (1. FFC Frankfurt), zwei Kerstin Stegemann (Heike Rheine), drei Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt), vier Babett Peter (Turbine Potsdam), fünf Annike Krahn (FCR Duisburg), sechs Britta Carlson (VfL Wolfsburg), sieben Isabell Bachor (SC Bad Neuenahr), acht Sandra Smisek (1. FFC Frankfurt), neun Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt Angriff), zehn Renate Lingor (1. FFC Frankfurt), elf Anja Mittag (Turbine Potsdam), zwölf Nadine Angerer (Turbine Potsdam), 13 Sandra Minnert (SC Bad Neuenahr), 14 C#lia Okoyino da Mbabi (SC Bad Neuenahr), 15 Martina Müller (VfL Wolfsburg), 16 Conny Pohlers (Turbine Potsdam), 17 Ariane Hingst (Turbine Potsdam), 18 Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt), 19 Navina Omilade (Turbine Potsdam), 20 Petra Wimbersky (1. FFC Frankfurt), 21 Ursula Holl (1. FFC Frankfurt), 22 Linda Bresonik (SG Essen-Schönebeck), 23 Fatmire Bajramaj (FCR Duisburg), 24 Bianca Rech (Bayern München), 25 Jennifer Zietz (Turbine Potsdam), 27 Bianca Schmidt (Turbine Potsdam), 28 Melanie Behringer (SC Freiburg), 29 Ulrike Schmetz (Bayern München), 30 Sonja Fuss (FCR Duisburg), 31 Simone Laudehr (FCR Duisburg), 32 Stephanie Ullrich (VfL Wolfsburg)

© SID

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