Fußball EM
Niederlande erster Härtetest für DFB-Frauen

Der stärkste Gegner ist gleich der erste. Das deutsche Frauen-Nationalteam eröffnet heute (15.55 Uhr) gegen die Niederlande in Wattenscheid die EM-Qualifikation. Nach dem schwachen Algarve-Cup soll Selbstvertrauen her.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Algarve-Cup will die deutsche Frauen-Nationalmannschaft heute (15.55 Uhr/live Im ZDF) zum Auftakt der EM-Qualifikation gegen die Niederlande in Wattenscheid Selbstvertrauen tanken und zugleich ihre Vorbereitung auf die WM in China im September einläuten.

Doch DFB-Trainerin Silvia Neid warnt vor dem 18. der Fifa-Weltrangliste, der zuletzt durch Siege gegen Italien (2:0) und WM-Teilnehmer England (1:0) aufhorchen ließ. "Die Niederlande sind zum Auftakt gleich der stärkste Gegner der Qualifikation", meinte Neid rund fünf Monate vor Beginn der schwierigen Mission Titelverteidigung im Reich der Mitte. Mit einer Flügelzange sollen die "Oranje"-Abwehr geknackt werden.

Rückkehrerin Angerer soll Abwehr stabilisieren

Nach der ungewohnten Niederlagenserie vor vier Wochen in Portugal und dem enttäuschenden achten Platz beim Algarve-Cup setzt die 42-Jährige auf die Wiederkehr der gewohnten Stärken und auf Rückkehrerin Nadine Angerer. Die Torhüterin vom Bundesligisten Turbine Potsdam hatte zuletzt aus beruflichen Gründen fast fünf Monate gefehlt.

Weil in der Frankfurterin Silke Rottenberg (Kreuzbandriss) auch die zweite starke Keeperin ausgefallen war, musste Neid zuletzt auf die weniger erfahrenen Uschi Holl (1. FFC Frankfurt) und Stephanie Ullrich (VfL Wolfsburg) zurückgreifen. Das Duo zeigte gute Ansätze, konnte Rottenberg und Angerer erwartungsgemäß aber nicht ersetzen. "Jetzt bin ich froh, dass Nadine wieder zur Verfügung steht. Ich verspreche mir durch ihre Erfahrung noch mehr Halt für unsere Defensive", lobte Neid die 28-jährige Angerer, die mittlerweile ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Physiotherapeutin mit der Note 1,6 als Semesterbeste beendet hat.

Angerer gab dann mit Blick auf die WM (10. bis 30. September) auch gleich den Startschuss. "Ab jetzt gilt meine ganze Konzentration der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in China", betonte die selbstbewusste Keeperin.

Zeit des Experimentierens ist vorbei

Auch für Neid ist die Zeit des Experimentierens vorbei - offiziell hat die Ex-Nationalspielerin den Kampf um die WM-Tickets eingeläutet. "Die Spielerinnen, die wir einladen, müssen in der Bundesliga deutlich auffallen. Auf dieses Kriterium legen wir größeren Wert denn je", betonte die DFB-Trainerin.

Gegen die Niederlande fehlen allerdings die Langzeitverletzten Rottenberg, Sandra Minnert (Knorpelschaden) und Celia Okoyino da Mbabi (Schienbeinbruch/beide Bad Neuenahr). Nach der Absage von Melanie Behringer (Muskelfaserriss/Freiburg) hatte Neid am Ostermontag bereits Offensivkraft Conny Pohlers aus Potsdam nachnominiert. Einziger Neuling im Kader ist die Frankfurterin Saskia Bartusiak, die bei den DFB-Leistungstests im Dezember einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hatte.

Nach dem Duell mit den Niederlanden stehen für Welt- und Europameister Deutschland bis zur WM 2007 noch fünf Partien an. In der Qualifikation für die EM 2009 in Finnland muss die Neid-Elf am 10. Mai in Wales sowie am 22. August gegen die Schweiz antreten. Zudem finden noch Test-Länderspiele in Magdeburg (29. Juli) und Gera (2. August) statt. Die Gegner stehen bislang noch nicht fest. Die WM-Generalprobe steigt dann am 30. August in Mainz gegen Norwegen.

© SID

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