Fußball EM
Poldis Doppelpack besiegt Polen

Dank Lukas Podolski hat die deutsche Nationalmannschaft auf der „Bergtour" zum europäischen Gipfel den ersten Anstieg erklommen und lässt Fußball-Deutschland von einem erneuten Sommermärchen träumen. Der Münchner erzielte beim 2:0 (1:0) im Auftaktspiel gegen Polen beide Tore und sicherte damit den ersten EM-Sieg seit zwölf Jahren. Beim verdienten Erfolg gegen Polen zeigte das DFB-Team über weite Strecken, warum sie zu den Turnierfavoriten gehört.
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mp/HB KLAGENFURT. Der gebürtige Pole traf vor 30 000 Zuschauern im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt in der 20. und 72. Minute - beim ersten Mal auf Vorlage des gebürtigen Polen Miroslav Klose. Es waren im 49. Länderspiel die Treffer 26 und 27 für den überragenden „Prinz Poldi".

„Das erste Spiel bei einem Turnier zu gewinnen ist besonders wichtig. Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Den Sieg hat sich die Mannschaft verdient. Lukas Podolski hat stark gespielt, aber auch die ganze Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt mit tollen Kombinationen in der ersten Halbzeit“, sagte Löw nach dem erfolgreichen Auftakt zufrieden. Auch Kapitän Michael Ballack strahlte: „Ein Sieg zum Turnierstart gibt immer Selbstvertrauen. Wir waren hochkonzentriert und haben wenig Fehler gemacht.“

Etwas gebremster war die Euphorie trotz seines tollen Auftritts bei Lukas Podolski: „Wir haben ein gutes Spiel hingelegt und jetzt muss es weitergehen. Das war nur der erste Schritt, wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen“, forderte der Doppeltorschütze bereits volle Konzentration auf die nächste Aufgabe gegen Kroatien. Schon nach seinem Führungstreffer wollte Podolski, der zum „Man of the Match“ gekürt wurde, sich nicht so richtig freuen über sein 26. Länderspieltor. Er konnte es auch nicht. Stattdessen presste der gebürtige Pole seine rechte Hand ans Herz und kämpfte mit den Tränen. Das Tor, das er soeben gegen sein Heimatland erzielt hatte, das war schlimm genug. Zumindest für ihn und die Polen, schließlich haben sie es auch im 16. Duell gegen Deutschland nicht geschafft, ein Fußballspiel zu gewinnen.

Dass sich im Fußball die Geschichte dennoch nicht wiederholt, erfuhr die Mannschaft von Leo Beenhakker spätestens nach 20 Minuten. Mario Gomez hatte Miroslav Klose im Rücken der polnischen Abwehr frei gespielt, Klose brauchte nur noch nach innen auf Podolski zu spielen, der keine Mühe hatte, den Ball zu verwerten.

So erzählte das Spiel früh eine andere Geschichte als bei der WM vor zwei Jahren. Damals brauchten die Deutschen noch die Nachspielzeit, um einen ihrer Angriffe über den Einwechselspieler David Odonkor auf den Einwechselspieler Oliver Neuville erfolgreich abzuschließen.

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