Fußball EM
Polen jubelt, Nationaltrainer Beenhakker mahnt

Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker hat die Politik nach der EM-Vergabe 2012 an Polen und die Ukraine aufgefordert, die sportliche Infrastruktur zu verbessern. Den rot-weißen Jubel kann dies aber nicht bremsen.

Die große mediale Aufmerksamkeit hat Leo Beenhakker genutzt, um einen eindringlichen Appell an die polnische Regierung zu richten. "Die Regierung muss damit anfangen, eine bessere Infrastruktur, bessere Stadien und Trainingsplätze zu schaffen", sagte der niederländische Coach des polnischen Nationalteams, nachdem die Europäische Fußball-Union (Uefa) den Endrundenzuschlag für die EM 2012 an Polen und die Ukraine gegeben hatte.

Derweil jubeln Politiker und Fans beider Ländern gleichermaßen. "Wir sind allen Exekutivmitgliedern sehr dankbar für ihr Votum. Ich verspreche, dass wir unser Bestes tun werden, um die Endrunde auf dem höchst möglichen Level zu veranstalten", sagte der ukrainische Fußballverbands-Präsident Grigory Surkis. Auch Staatschef Wiktor Juschtschenko stimmte ein: "Die Euro wird eine bemerkenswerte Möglichkeit für Ukrainer und Polen, die höchsten Repräsentanten der europäischen Fußball-Familie zu empfangen."

"Unser Reisepass zu den Elite-Ländern"

"Das ist eine riesige Chance für Polen. Wir können beweisen, dass wir große Sportereignisse in der Größenordnung von Weltmeisterschaften oder sogar Olympischen Spielen organisieren können. Das ist unser Reisepass zu den Elite-Ländern", sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski.

"Weiß und rot sind unschlagbar", skandierten unterdessen jubelnde Anhänger vor dem Warschauer Kulturpalast. Die Verkündung des Abstimmungsergebnisses der Uefa-Exekutive durch Uefa-Präsident Michel Platini um 11.39 Uhr am Mittwochmittag in Cardiff wurde in Warschau auf einer Großleinwand übertragen.

© SID

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