Fußball EM
Schottland überrascht weiter - England souverän

Das schottische EM-Märchen nimmt weiter Formen an. Die "Bravehearts" haben die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe B verteidigt. Auch England und Titelverteidiger Griechenland sind auf Kurs.

Schottland mischt weiter die EM-Qualifikationsgruppe B auf. Die "Bravehearts" haben die Tabellenführung durch ein 3:1 (2:1) gegen die Ukraine verteidigt und halten Weltmeister Italien und Frankreich auf Distanz. Auch England hat einen großen Schritt Richtung Endrunde in Österreich und der Schweiz gemacht. Der Ex-Weltmeister bezwang Estland mit 3:0 (3:0) und kann am Mittwoch mit einem Erfolg in Russland den Sprung zur EM-Endrunde perfekt machen.

Frankreich fand trotz einer chaotischen Anreise in die Erfolgsspur zurück und wahrte seine Chance auf eine EM-Teilnahme mit einem 6:0 (2:0) auf den Färöern. Italien hielt den Dreikampf in der Gruppe mit einem 2:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen Georgien völlig offen und verteidigte mit 23 Punkten Rang zwei hinter Schottland (24) und vor Frankreich (22) erfolgreich.

Türkei patzt in Moldawien

In der Gruppe C setzte sich Otto Rehhagel mit Titelverteidiger Griechenland (22) mit einem 3:2 gegen Bosnien von der Konkurrenz ab - und die Türkei (18) leistete sich einen vielleicht folgenschweren Ausrutscher in Moldawien (1:1).

Die Niederlande verlor in Rumänien durch ein Tor von Dorin Goian (71.) 0:1 (0:0) und verpasste somit den Sprung an die Spitzenposition der Gruppe G. Spanien setzte sich mit 3:1 (2:0) in Dänemark durch - der Gastgeber und Europameister von 1992 kann die Qualifikation abschreiben.

Frankreich hatte auf der Anreise eine wahre Odyssee zu überstehen. Nach zwei vergeblichen Landeversuchen und einem nicht geplanten Tankstopp in Aberdeen war der Flieger mit den Spielern des Vize-Weltmeisters nach Bergen in Norwegen umgeleitet worden. Erst am Samstagmittag traf die Maschine auf den "Schafsinseln" ein.

Henry stellt Rekord ein

Thierry Henry vom FC Barcelona schloss mit seinem 41. Länderspieltor zu Uefa-Boss Michel Platini auf, der die Bestmarke für Frankreich in den 80er Jahren aufgestellt hatte. Henry erzielte in seinem 95. Länderspiel das 2:0 (8.).

Im Londoner Wembleystadion feierten 86 655 Zuschauer neben dem fünften Zu-Null-Sieg in Serie auch das gelungene Comeback von Wayne Rooney. Der Stürmerstar von Manchester United traf nach fünfwöchiger Verletzungspause wegen eines Fußbruches zum 2:0 (32.) und erzielte damit sein erstes Tor für England in einem Pflichtspiel seit der EM 2004.

Spitzenreiter in der Gruppe E bleibt Kroatien (26/1:0 gegen Israel), das so gut wie sicher qualifiziert ist. Auch für Polen (24/3:1 gegen Kasachstan) sieht es in der Gruppe A sehr gut aus. In derselben Gruppe setzte sich Portugal (20) mit einem 2:0 (2:0) in Aserbaidschan durch, muss aber weiterhin zittern. Serbien dagegen ließ beim 0:0 in Armenien wichtige Punkte liegen.

In Glasgow setzte Schottland seine Erfolgsstory nahtlos fort. Einen Monat nach dem Sensationssieg in Frankreich (1:0) bescherten Kenny Miller (4.) und Lee Mcculloch (10.) den Schotten ein schnelles 2:0. Chelsea-Stürmer Andrej Schewtschenko gelang im Hampden Park der Anschlusstreffer (24.), und James Mcfadden stellte den Endstand her (68.).

Blochin vor dem Aus

Mit der Niederlage bei den "Bravehearts" scheint das Aus für Oleg Blochin unvermeidbar. Der Nationaltrainer der Ukraine hatte für den Fall des Scheiterns auf dem Weg zur EM-Endrunde seinen Rücktritt angekündigt.

© SID

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