Fußball EM
Stadionbau im Lemberg steht auf der Kippe

Kaum ist die "Polen-Krise" abgewendet, gibt es wieder schlechte Nachrichten für die EM 2012: Der Stadionbau im ukrainischen Lemberg ist vorerst geplatzt.

Knapp vier Jahre vor der EM 2012 stehen die EM-Gastgeber Polen und Ukraine weiter unter Zugzwang. Nachdem Polen den drohenden Entzug des Turniers gerade noch abwenden konnte, sorgte jetzt die Ukraine wegen eines geplatzten Stadionbaus für Aufregung. Ein österreichischer Konzern (Alpine), der unter anderem die Münchner WM-Arena errichtet hat, stieg trotz vorliegender Baugenehmigung in Lemberg aus dem Projekt aus.

"Die Anforderungen der Stadt Lemberg waren nicht zu erfüllen. Man wollte ein Stadion mit einer Ausstattung weit über die Uefa-Norm hinaus und nur 85 Mill. Euro inklusive Mehrwertsteuer zahlen. Das ist - zumal bei der schlechten Infrastruktur - für uns nicht machbar", erklärte Karin Keglevich, Sprecherin der österreichischen Baufirma, der Bild-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe).

Wie das Blatt weiter berichtet, habe der Baukonzern 100 Mill. Euro gefordert und in der vergangenen Woche eine Anzahlung von 30 Prozent verlangt. Die Stadt Lemberg aber konnte aber offenbar keine Bankbürgschaft vorlegen.

Mitte September hatte die Ukraine noch groß die Eröffnung des ersten Arena-Neubaus für die EM-Endrunde in Dnjepropetrowsk gefeiert. Das knapp 30 Mill. Euro teure Stadion für 31 000 Zuschauer wurde vom ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko seiner Bestimmung übergeben.

Die Eröffnung eines zweiten Neubaus ist für kommenden Sommer in Donezk geplant. Berichten zufolge ist der Rohbau des 53 500 Zuschauer fassenden und 173 Mill. Euro teuren Stadions in Donezk bereits fertiggestellt. Es stünden lediglich Abschlussarbeiten und die Verlegung des Rasens noch aus.

Das größte Stadion des Co-Ausrichters Ukraine für die EM 2012, die Arena im Nationalen Olympischen Komplex in Kiew, wird derzeit umfassend saniert. Die Renovierung soll im Juni 2010 abgeschlossen sein.

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Kritik am Stand der Vorbereitung in beiden Ländern gegeben. Zuletzt hatte die Europäische Fußball-Union (Uefa) den beiden EM-Gastgeberländern eine letzte Gnadenfrist gewährt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%