Fußball EM
"Todesgruppe" mit Italien und England möglich

Am 2. Dezember werden in Luzern die EM-Gruppen ausgelost. Nach der erfolgreichen Qualifikation spielt der DFB bereits mögliche Konstellationen durch - und warnt vor einer Gruppe mit England, Italien oder Frankreich.

Mit Spannung wird schon jetzt die Auslosung der EM-Gruppen am 2. Dezember in Luzern erwartet. Deutschland wird wohl einer der Gruppenköpfe werden, was diesmal aber kein Vorteil ist. Österreich und die Schweiz sind als Gruppenköpfe A1 und B1 gesetzt. Die 14 weiteren Mannschaften werden in vier Töpfe aufgeteilt. In Topf eins käme zu den beiden EM-Gastgebern im Falle einer erfolgreichen Qualifikation Titelverteidiger Griechenland sowie die Mannschaft mit dem besten Koeffizienten. Dieses ist nach derzeitigem Stand die DFB-Auswahl.

Der Koeffizient errechnet sich eigentlich aus den Ergebnissen in den Qualifikationen für die WM 2006 und die EM 2008, wobei für WM-Gastgeber Deutschland eine Ausnahmeregelung besteht. Für das DFB-Team, das sich durch das 0:0 am Samstag in Irland als erstes Team in der Ausscheidung durchgesetzt hatte, gilt eine Sonderregelung. Das Deutschland keine WM-Qualifikation gespielt hat, zählen nur die Punkte aus der EM-Quali, in der die DFB-Auswahl noch drei Spiele zu bestreiten hat und bei weiteren Erfolgen den besten Quotienten haben müsste.

Bierhoff fürchtet "Todesgruppe"

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hatte in der vergangenen Woche die Europäische Fußball-Union (Uefa) für ihr Setzverfahren bei der Auslosung für die Europameisterschaft 2008 kritisiert. "Das ist wirklich ein Planungsfehler. Man hätte Österreich und die Schweiz auch in Topf zwei oder drei setzen können", sagte Bierhoff mit Blick auf die geringere sportliche Qualität der EM-Gastgeber-Teams im Vergleich zu großen Nationen wie Italien oder England und erklärte weiter: "Wir würden als Gruppenkopf gesetzt. In Topf drei gibt es aber auch noch starke Mannschaften wie momentan Frankreich. Gut möglich wäre damit eine Gruppe mit Deutschland, Italien und Frankreich oder Deutschland, England und Frankreich."

Man werde aber nicht aus taktischen Gründen versuchen, mit schlechteren Ergebnissen in den letzten Qualifikationsspielen eine Einteilung in Topf eins zu vermeiden, versicherten Bierhoff und auch Bundestrainer Joachim Löw unisono: "Wenn wir Europameister werden wollen, müssen wir ohnehin jeden Gegner schlagen." In der EM-Qualifikation trifft die deutsche Elf noch am Mittwoch in München auf den Tabellenzweiten Tschechien sowie im November in Hannover auf Zypern und in Frankfurt/Main auf Wales.

© SID

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