Fußball EM
Türkischer Verband zeigt sich am großzügigsten

Trotz der Pleite im EM-Halbfinale ist die türkische Nationalmannschaft Europameister im Geldverdienen. Mit 450 000 Euro pro Spieler tröstet der Verband Hamit Altintop und Co.

Auch wenn die Türken im EM-Halbfinale ausgeschieden sind, so sind im Geldverdienen Europameister. Mit 450 000 Euro pro Spieler tröstet der Verband Hamit Altintop und Co. über das Aus gegen die deutsche Nationalmannschaft hinweg. Selbst der Sieger im Finale am Sonntag (20.45 Uhr/live in der ARD) zwischen Deutschland und Spanien muss sich mit weniger zufriedengeben. Für das Team von Bundestrainer Joachim Löw gäbe es im Falle des vierten EM-Titelgewinns 250 000 Euro pro Kopf, die Spanier würden für ihren zweiten Euro-Triumph nach 1964 mit 214 000 Euro belohnt.

Auch die Kroaten haben mehr kassiert: Nach dem Viertelfinal-Aus gegen die Türkei schüttete der Verband für die Mannschaft von Trainer Slaven Bilic insgesamt 6,25 Mill. Euro an Prämien aus. Abhängig von der Anzahl der bestrittenen Begegnungen und der absolvierten Spielminuten erhalten die Stars der "Feurigen" bis zu 300 000 Euro. Auch Bilic wird mit der gleichen Summe entlohnt.

Franzosen, Rumänen und Griechen gehen leer aus

Der türkische Verbandschef Hasan Dogan kündigte an, die Prämie von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Höhe von 14,5 Mill. Euro zum größten Teil an die Mannschaft weiterzugeben. Auch die Spieler, die kurz vor dem Turnier aus dem Kader gestrichen wurden wie die Bundesliga-Profis Halil Altintop (Schalke 04) und Yildiray Bastürk (VfB Stuttgart), sollen beteiligt werden.

Sechsstellige Prämien gibt es auch für die Russen. Nach dem Halbfinal-Aus mit 0:3 gegen Spanien erhält jeder Spieler vom Verband offiziell 120 000 Euro, zusätzliche Zahlungen durch private Geldgeber sind nach dem besten Abschneiden einer russischen Mannschaft seit der Finalteilnahme 1988 wahrscheinlich.

Gar nichts zu verdienen gab es bei der EM in Österreich und der Schweiz für die Spieler aus Rumänien, Frankreich und Griechenland. Erst bei einer Viertelfinalteilnahme hätte es für das Team um Stürmerstar Adrian Mutu, den enttäuschenden Vize-Weltmeister und den entthronten Europameister Geld gegeben. Die Griechen von Trainer Otto Rehhagel hatten vor vier Jahren noch ganz groß abkassiert: Für den sensationellen Titelgewinn überwies der Verband den Helden von Lissabon pro Kopf 750 000 Euro.

Ein Geheimnis machten die Verbände in Portugal und den Niederlanden aus ihren Prämienregelungen. Wie schon in den vergangenen Jahren gab es keine Informationen, wie die Stars entlohnt werden. Die ausgehandelte Belohnung für den Titel konnten sich beide Verbände sparen.

© SID

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