Fußball EM
Zauberhafte Gala: DFB-Frauen stürmen zum EM-Titel

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen ist zum siebten Mal Europameister. In einem temporeichen Finale bezwang die DFB-Auswahl in Helsinki England souverän mit 6:2 (2:1).

HELSINKI. Als Birgit Prinz um 21.01 Ortszeit den Pokal in den Himmel von Helsinki streckte und die Spielerinnen im goldenem Konfetti-Regen tanzten, war das große Ziel erreicht: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft feierte nach einem packenden Klassiker gegen England die Ankunft auf Wolke Sieben des europäischen Fußball-Himmels.

Höchster EM-Finalsieg der Geschichte

Die DFB-Auswahl setzte sich 6:2 (2:1) gegen die "Three Lions" durch und machte mit dem höchsten EM-Finalsieg der Geschichte den siebten kontinentalen Triumph insgesamt sowie den fünften EM-Sieg in Folge perfekt. Durch den Erfolg gelten die Deutschen bereits jetzt als große Favoriten auf den WM-Sieg 2011 im eigenen Land.

"Das war eine lange EM und sehr anstrengend. Jetzt bis ich sehr zufrieden und überglücklich. England war wie erwartet große Klasse", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid. Begeistert war als Tribünengast Bundespräsident Horst Köhler: "Das war ein wichtiger Titel und eine tolle Vorbereitung auf die WM 2011 in Deutschland. Und das Wichtigste: Hier geht es nicht um das große Geld."

"Zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht"

Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz (20., 76.), Melanie Behringer (22.), Kim Kulig (50.) und Inka Grings (62., 73.) erzielten die Treffer für den zweimaligen Weltmeister, der seit nunmehr 26 EM-Spielen ungeschlagen ist und bei allen sieben Endspielteilnahmen als Sieger vom Platz ging. Mit der Titelverteidigung, die durch die Tore von Karen Carney (24.) und Kelly Smith (55.) zwischenzeitlich gefährdet war, sicherte sich jede deutsche Spielerinnen zudem die vom DFB ausgelobte Siegprämie in Höhe von 12 000 Euro.

"Einfach cool. Das war ein hart umkämpftes Match und wir haben verdient gewonnen. Wir haben einfach zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht", sagte Kapitänin Prinz, die in Zukunft ohne eine alte Weggefährtin auskommen muss. Für Kerstin Stegemann war die EM der Abschluss ihrer Karriere im DFB-Trikot. Die 31 Jahre alte Außenverteidigerin absolvierte insgesamt 191 Länderspiele (acht Tore) und liegt damit auf Platz zwei der Rekordspielerinnen hinter Prinz (198).

Nach dem Schlusspfiff in Helsinki begannen die bereits im Vorfeld organisierten Feierlichkeiten mit einer Party in einem Club der finnischen Hauptstadt. Am Freitagnachmittag steht für die Mannschaft nach der Rückkehr in die Heimat ab 14.00 Uhr die Feier mit den Fans in Frankfurt/Main auf dem Programm.

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