Fußball EM
Zwanziger fordert mehr Geld für Frauenfußball

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich erneut für eine höhere finazielle Lukrativität des Frauenfußballs stark gemacht. Der Unterschied zu den Männern sei noch immer viel zu groß.

Im Schnitt acht Mill. Fernsehzuschauer beim Finale, knapp 10 000 begeisterte Anhänger beim Empfang auf dem Frankfurter Römer - doch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bleibt für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch nach dem Gewinn des siebten EM-Titels weiter ein Zuschussgeschäft.

"Das stimmt leider und liegt daran, dass die wirtschaftlichen Einnahmequellen, die dem Frauenfußball zur Verfügung stehen, meiner Meinung nach noch viel zu weit hinter denen der Männer zurückbleiben. Wir haben insbesondere in der Fernsehvermarktung bislang nicht mal im Ansatz einen angemessenen Betrag akquirieren können. Das führt dann dazu, dass wir beispielsweise den Europameisterinnen bei weitem nicht die Prämie für ihren Titelgewinn zahlen können, die sie eigentlich verdient hätten", sagte Zwanziger im Interview mit dfb.de.

"Da muss sich dringend etwas ändern"

Für den Gewinn des EM-Titels nach dem 6:2 gegen überforderte Engländerinnen am vergangenen Donnerstag in Helsinki erhielten die Nationalspielerinnen eine vergleichsweise geringe Prämie in Höhe von 12 000 Euro. "Da muss sich dringend etwas ändern, national, vor allem aber auch international. Bei der Tagung des Uefa-Exekutivkomitees in Nyon wurde erstmals eine Prämienzahlung für die zwölf Mannschaften beschlossen, die an der Europameisterschaft in Finnland teilgenommen haben. Das gab es bislang noch nie. Der DFB als Turniersieger erhält aufgrund dieses Beschlusses immerhin 300 000 Euro von der Uefa", sagte Zwanziger.

Zumindest die Uefa-Prämie ist für Frauenfußball-Fan Zwanziger "ein deutliches Zeichen" dafür, dass dem Sport auch europaweit eine steigende Aufmerksamkeit zuteil werde: "Diese gilt es jetzt beispielsweise bei der Fernsehvermarktung zu nutzen: Wenn man in Deutschland solch gigantische Einschaltquoten wie zuletzt bei der EM erzielen kann, dann meine ich, müssen die TV-Anstalten diese Spiele entsprechend honorieren."

© SID

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