Fußball England
3:0-Erfolg über "Manu" sichert Chelsea den Titel

Durch einen 3:0 (1:0)-Erfolg über Manchester United hat sich der FC Chelsea vorzeitig die Titelverteidigung in der englischen Premier League gesichert. Gallas, Cole und Carvalho erzielten die Treffer für die "Blues".

Bereits am 37. Spieltag der Premier League hat der FC Chelsea zum dritten Mal die englische Meisterschaft gewonnen und zugleich seine Vormachtstellung auf der Insel nochmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die "Blues" holten beim 3:0 (1:0) im Spitzenspiel gegen Verfolger Manchester United den noch nötigen Punkt zur Titelverteidigung. Damit erfüllte das Team von Trainer Jose Mourinho wenigstens das Minimalziel, nachdem in der Champions League bereits im Achtelfinale Endstation war. Auch im englischen FA-Cup hatte Chelsea vor einer Woche das Finale verfehlt. "Es ist ein phantastisches Gefühl. Das ist der zweite Meistertitel in England nach den zweien in Portugal", sagte Chelseas Startrainer Jose Mourinho mit Blick auf die Erfolge mit dem FC Porto.

Sorge um Wayne Rooney

Dem grenzenlosen Jubel an der Stamford Bridge im noblen Londoner Stadtteil Chelsea stand allerdings der Schock über eine mögliche schwerere Verletzung von Wayne Rooney gegenüber. Der 20-Jährige, der bei der WM-Endrunde in Deutschland im englischen Team die Schlüsselfigur im Sturm ist, verletzte sich bei einem Tackling von Chelseas Paulo Ferreira in der 78. Minute am rechten Knöchel und musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden.

"Wir wissen nicht, wie schlimm es ist. Man macht sich immer Sorgen, wenn ein junger Spieler einen solchen Schlag einstecken muss. Ich hoffe nur, dass es nicht so schlimm ist", erklärte "Manu"-Teammanager Sir Alex Ferguson. Am Sonntag wird sich Rooney, der auf Krücken in den Mannschaftsbus stieg, in Manchester einer genauen Untersuchung unterziehen.

Meisterfeier ohne Huth

Vor den letzten zwei Spielen hat Chelsea (91 Punkte) nun zwölf Punkte Vorsprung auf Manchester und kann mit zwei Siegen sogar noch den eigenen Punkterekord von 95 Zählern aus der vergangenen Spielzeit übertreffen. Den insgesamt dritten Meistertitel der Klubgeschichte stellten William Gallas (5.), Joe Cole (61.) und Ricardo Carvalho (73.) mit ihren Treffern sicher. Der deutsche Nationalspieler Robert Huth musste sich bei der Titelvergabe wieder einmal mit der Zuschauerrolle begnügen. Der Verteidiger stand nicht einmal im 16-köpfigen Kader der Londoner.

Damit ging wie im Vorjahr ein eher langweiliges Titelrennen in England zu Ende. "Die Tabelle lügt nicht. Wir haben zwölf Punkte Vorsprung. Das ist unser Moment und wir werden ihn genießen", erklärte der englische Mittelfeldstar Frank Lampard.

Alex Ferguson zeigte sich als fairer Verlierer: "Es ist nicht einfach, die Liga zu gewinnen. Aber Chelsea hat den Titel definitiv verdient.""Manu" muss nun sogar noch um die direkte Champions-League-Qualifikation bangen. Der drittplatzierte FC Liverpool zog mit einem 3:1-Sieg gegen Aston Villa nach Punkten (79) gleich. Erzrivale Manchester hat allerdings noch zwei Spiele, die "Reds" nur noch eines. Für Liverpool erzielte Englands "Fußballer des Jahres" Steven Gerrard zwei Tore. Mittelfeldspieler Dietmar Hamann war nicht im Kader. Auch die Abstiegsfrage in England ist geklärt. Nach dem FC Sunderland müssen West Bromwich Albion und Birmingham City wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Frühe Führung gibt Chelsea Sicherheit

Bereits in der fünften Minute brachte der französische Nationalspieler William Gallas die Gastgeber an der heimischen Stamford Bridge in Führung. Der Abwehrspieler war nach einer Ecke von Frank Lampard per Kopf zur Stelle. Auf der Gegenseite vergab Wayne Rooney (22.) die beste Gelegenheit im ersten Durchgang zum Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit demonstrierte der FC Chelsea dann seine derzeitige Ausnahmestellung und sorgte bei den Fans schon frühzeitig für Feierstimmung. Sehenswert war vor allem der dritte Treffer durch den Portugiesen Carvalho, der erst im eigenen Strafraum gegen Ruud van Nistelrooy klärte, den Ball dann über das ganze Feld trug und nach einem Zuspiel schließlich selbst vollendete.

© SID

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