Fußball England
Chelsea und Manchester patzen im Doppelpack

Einen Tag nach dem 1:1-Remis von Manchester United gegen den FC Middlesbrough ist der FC Chelsea am 35. Spieltag der englischen Premier League nicht über ein 0:0-Unentschieden in Newcastle hinausgekommen.

Im Kampf um die englische Meisterschaft haben sowohl Titelverteidiger FC Chelsea als auch Spitzenreiter Manchester United am 35. Spieltag gepatzt. Am Samstag kam "Manu" zunächst nicht über ein 1:1 gegen den FC Middlesbrough hinaus. Doch Chelsea konnte daraus am Sonntag kein Kapital schlagen, unter den Augen von Klubeigner und Milliardär Roman Abramowitsch reichte es für das Team nach zuvor neun Siegen in Serie nur zu einem 0:0 bei Newcastle United. Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack musste sich bereits nach 15 Minuten angeschlagen auswechseln lassen.

Manchester führt mit 82 Punkten weiterhin drei Zähler vor den "Blues". Somit wird wohl die Entscheidung im Meisterschaftskampf zwischen den beiden Champions-League-Halbfinalisten, die sich am 26. Mai im FA-Cup-Finale gegenüberstehen, im direkten Duell am 9. Mai an der Stamford Bridge in Chelsea fallen.

Ferguson beklagt Verletztenmisere

Manchesters Teammanager Alex Ferguson beklagte unterdessen die prekäre personelle Lage. "Wir haben eine riesige Verletztenmisere. Ich habe momentan nur noch zwölf gesunde Spieler zur Verfügung", erklärte Sir Alex. Besonders die neuerliche Verletzung von Abwehrspieler Rio Ferdinand bereitete dem Trainer Sorgen und war in seinen Augen der Grund für den Gegentreffer durch Mark Viduka, der die Führung durch Kieran Richardson (3.) ausglich: "Rio hat gehinkt und konnte daher nicht richtig hingehen."

Für das Halbfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag gegen Bayern-München-Bezwinger AC Mailand (20.45 Uhr/live bei Premiere) hat Ferguson nur noch eine Rumpfelf zur Verfügung: "Wir müssen bei der Aufstellung improvisieren", sagte der Trainer. Neben Ferdinand, der wegen einer Leistenverletzung zwei Wochen ausfällt, fehlen Abwehrspieler Nemanja Vidic (Schlüsselbein), Kapitän Gary Neville (Ellbogen), Mittelfeldspieler Park Ji-sung und Stürmer Louis Saha (beide Knieprobleme).

Ebenfalls nicht nach Wunsch verlief der Spieltag für den FC Arsenal. Beim 2:2 im 140. North London Derby gegen Tottenham Hotspur sahen Nationaltorhüter Jens Lehmann und der ehemalige Leverkusener Dimitar Berbatow nach einem Gerangel die Gelbe Karte. Lehmann hatte Berbatow, den die englischen Zeitungen mit "Manu" und Chelsea in Verbindung bringen, mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen, der bulgarische Stürmer "revanchierte" sich mit einem Tritt. Nach dem Abpfiff verweigerte Lehmann Interviews.

Spekulationen über Wengers Zukunft

Für den späten Ausgleich hatte Tottenhams Jermaine Jenas erst in der fünften Minute der Nachspielzeit gesorgt. "Es ist mehr als frustrierend, durch ein so spätes Tor zu verlieren. Aber das ist die Geschichte der Saison: Nach hervorragendem Fußball haben wir oft so verloren", sagte Arsenals Teammanager Wenger, über dessen Zukunft neue Spekulationen auf der Insel aufkamen.

Viele englische Zeitungen vermuteten am Sonntag, dass der Franzose nach dem Weggang seines Mentors und Vize-Präsidenten David Dein den Verein verlassen möchte und neuer Nationaltrainer Englands wird. Wenger erneuerte jedoch sein Versprechen, bleiben zu wollen: "Das habe ich den Spielern noch einmal versichert." Noch hat der Teammanager einen bis 2008 laufenden Vertrag beim 13-maligen englischen Meister.

Als erster Absteiger der Premier League steht unterdessen der FC Watford fest. Nach dem 1:1 gegen Manchester City, bei denen Dietmar Hamann 90 Minuten durchspielte, hat das Schlusslicht keine Chance mehr, die Abstiegszone zu verlassen. Der ehemalige Verein von Popstar Elton John war erst zur laufenden Saison in Englands höchste Spielklasse zurückgekehrt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%