Fußball England
Cristiano Ronaldo will nicht zurück nach England

Von der englischen Presse und sogar Spielern wurde er beschimpft und bedroht. Nun will Cristiano Ronaldo nicht mehr zu seinem Klub Manchester United zurück, sondern unbedingt zu Real Madrid wechseln.

Cristiano Ronaldo hat Angst. Der portugiesische Nationalspieler hat Angst vor der Rückkehr in seine Wahl-Heimat England, nachdem die dortigen Medien eine verbale Hetzjagd auf ihn gestartet und sogar seine Vereinskameraden dem Supertalent Prügel angedroht hatten. "Nach all den Beschimpfungen ist es ganz schwer für mich, in England zu bleiben. Ich habe niemanden verletzt, aber sie haben aus einer kleinen Sache ein großes Ding gemacht. Es ist schwer, in einem Land zu leben, in dem sie dich nicht wollen", sagte der 21-jährige Ronaldo nach der Niederlage im kleinen WM-Finale gegen Deutschland (1:3) am Samstagabend in Stuttgart.

Der dribbelstarke Flügelspieler will trotz eines bis 2010 laufenden Vertrages bei Manu in die Primera Division zu Real Madrid wechseln. "In den nächsten zwei, drei Tagen wird eine Entscheidung fallen", kündigte Ronaldo an.

Im Fußball-Mutterland war er nach dem Viertelfinal-Aus der Engländer bei der WM gegen Portugal zum "Staatsfeind Nummer eins" avanciert, weil er unter anderem vehement die Rote Karte gegen seinen Vereinskollegen Wayne Rooney gefordert hatte. Daraufhin hatte die Boulevardzeitung Daily Mail gefordert: "Lasst diesen Mann nicht mehr in unser Land".

Ronaldo enttäuscht über fehlende Rückendeckung

Ronaldo zeigte sich besonders über die Tatsache enttäuscht, dass ihm im Zuge der Hetzjagd keiner der Vereinsverantwortlichen aus Manchester wie Teammanager Alex Ferguson beigestanden habe. "Sie hätten mich verteidigen sollen, aber sie haben es nicht getan. Ich kann und will unter diesen Umständen nicht bei diesem Klub bleiben", betonte der Portugiese, der erst im November letzten Jahres seinen Kontrakt beim 15-maligen englischen Meister vorzeitig und zu verbesserten Konditionen um zwei Jahre bis 2010 verlängert hatte. Ronaldo war vor drei Jahren für umgerechnet rund 18 Mill. Euro von Sporting Lissabon auf die Insel gewechselt.

© SID

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