Fußball England
Drogba schießt Chelsea zum FA-Cup-Triumph

Der FC Chelsea hat Manchester United im FA-Cup-Finale durch einen "Last-Minute-Treffer" von Didier Drogba (116.) in der Verlängerung bezwungen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 0:0 unentschieden gestanden.

Dank eines Geniestreichs von Didier Drogba hat der FC Chelsea im neuen Fußball-Tempel Wembley nach dem Gewinn des Liga-Cups seinen zweiten Titel und einen versöhnlichen Saisonabschluss gefeiert. Der Stürmerstar von der Elfenbeinküste sorgte am Samstagnachmittag im ersten FA-Cup-Finale im neuen, 1,2 Mrd. Euro teuren Wembley-Stadion mit seinem Tor in der 116. Minute für das 1:0 (0:0, 0:0) Chelseas nach Verlängerung gegen den neuen englischen Meister Manchester United. Damit verwehrten die "Blues" dem Team von Sir Alex Ferguson zudem das vierte Double der Klubgeschichte.

Für Chelsea war es der vierte FA-Cup-Sieg nach 1970, 1997 und 2000, als man das letzte Finale im alten Wembley-Stadion bestritt. Prinz William, Nummer zwei der englischen Thronfolge, überreichte den Stars um den exzentrischen Teammanager Jose Mourinho nach dem insgesamt 126. Finale im ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt den begehrten Cup.

Gefühlvoller Lupfer

Didier Drogba, der Torschützenkönig der englischen Premier League, nahm vor 90 000 Zuschauern vier Minuten vor dem möglichen Elfmeterschießen einen Pass von John Obi Mikel auf, spielte mit Mittelfeld-Regisseur Frank Lampard Doppelpass und lupfte den Ball gefühlvoll über den herausstürzenden "Manu"-Torwart Edwin van der Sar. Für die Chelsea-Stars, die bereits im Februar den Liga-Cup geholt hatten, war an diesem Nachmittag die Siegprämie von umgerechnet rund 1,5 Mill. Euro kaum von Bedeutung, vielmehr stand die Revanche für die vor zwei Wochen von Manchester entrissene Meisterschaft im Vordergrund.

"Das ist mein erster FA-Cup-Sieg. Dieser Titel bedeutet so viel für mich, meine Spieler haben ihn sich redlich verdient. Das ist ein Moment, über den sich jeder freuen darf", meinte Mourinho strahlend.

Das Finale wurde mit einem wahrlich königlichen Vorprogramm eingeleitet. Prinz William sang zunächst zusammen mit den 90 000 Fans aus voller Brust "God Save The Queen" und begrüßte dann alle Spieler sowie das Team um Schiedsrichter Steve Bennett per Handschlag. Zudem wurde vor dem Anpfiff ein Zwei-Minuten-Video gezeigt, das nochmals auf den spektakulären Entführungsfall der vierjährigen Madeleine Mccann aufmerksam machte.

Das Spiel war dann über weite Strecken von der Taktik geprägt. Beide Teams setzten zunächst auf gutes Stellungsspiel und Defensivarbeit. Den ersten Akzent setzte "Manu"-Stürmerstar Wayne Rooney (15.), der nur knapp das Tor verpasste. Dann verfehlte Drogba mit einem Schuss aus 30m nur knapp (22.), und Lampard scheiterte aus acht Metern an van der Sar (31.).

Dramatische Verlängerung

Im zweiten Durchgang passierte dann nicht mehr soviel. Erst in der Verlängerung wurde es wieder dramatisch. Der Waliser Ryan Giggs scheiterte in der 104. Minute aus kurzer Distanz an Chelsea-Keeper Petr Cech. Dabei sah es so aus, als ob der Ball mit vollem Umfang die Linie überquert hätte. Drogba setzte im Gegenzug einen Kopfball ans Außennetz und sorgte wenig später für die Entscheidung.

© SID

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