Fußball England
Ferguson lenkt von Rooney-Attacke ab

Kurz nach Wayne Rooneys Rundumschlag gegen die Schiedsrichter hat Manchester United ein Ablenkungsmanöver gestartetet. Trainer Sir Alex Ferguson erklärte, den 20-Jährigen bis zum Ende dessen Karriere halten zu wollen.

Ein geschickter Schachzug von Manchester United: Kurz nach Wayne Rooneys verbalem Rundumschlag gegen die Schiedsrichter hat der Klub ein Ablenkungsmanöver gestartet. Trainer Sir Alex Ferguson ging an die Öffentlichkeit und erklärte, er und Geschäftsführer David Gill seien sich einig darüber, dass man den 20-Jährigen bis zum Ende dessen Laufbahn an den Klub binden wolle.

"Er hat die Energie und die Begeisterung und den Hunger, ganz oben zu sein. Solche Spieler benötigen wir. Unser Plan ist, ihn bis zum Ende seiner Karriere zu halten", sagte Ferguson. Der Schotte betonte allerdings im gleichen Atemzug, dass dies keineswegs eine endgültige Entscheidung des Klubs sei und ohnehin kein akuter Handlungsbedarf bestehe. Rooneys Vertrag läuft noch bis 2010.

Der überraschende Vorstoß des Klubs sorgte am Freitag für eine zweite große Schlagzeile, die rund um Rooney grassierte. Denn wenige Stunden zuvor hatte der Angreifer nach allen Regeln der Kunst eine Verbalattacke gegen die schwarze Zunft gestartet und damit vor allem sich selbst und dem Verein geschadet.

Rooney hatte am Rande der Vorstellung seiner Biografie erklärt, er fürchte übereifrige Schiedsrichter, die in den Spielen das Bedürfnis hätten, eher Schlagzeilen in den Zeitungen zu produzieren als das Spiel zu pfeifen. Damit unterstellte Rooney den Schiedsrichtern indirekt, sie wollten sich mit Platzverweisen gegen ihn einen Grad Prominenz verschaffen. "Möglicherweise haben sie es auf mich abgesehen", sagte Rooney.

Aussprache mit Ronaldo

Zuletzt hatte der 20-Jährige vor einer Woche in einem Testspiel seines Klubs in Amsterdam gegen den FC Porto "Rot" gesehen. Zudem war er im WM-Viertelfinale gegen Portugal (1:3 n.E.) nach einem Tritt gegen Ricardo Carvalho vom Platz geflogen. Rooney sieht sich jedoch nicht veranlasst, sein Auftreten auf dem Rasen künftig zu ändern.

Auch seinen Teamkollegen Cristiano Ronaldo sieht Rooney als Opfer vieler unfairer Entscheidungen. Der Schulterschluss mit Ronaldo kommt pünktlich nach der Aussprache zwischen den beiden Jungstars, die sich während der WM in die Haare bekommen hatten.

Der Portugiese hatte im WM-Viertelfinale die Rote Karte für seinen Manu-Weggefährten beim Unparteiischen gefordert. Das hatte Rooney ihm übel genommen. "Ich war sehr enttäuscht von dieser Aktion. Aber die ist nun Vergangenheit. Wir wollen beide das Beste für United."

© SID

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