Fußball England
Gericht hebt Transferverbot gegen Chelsea vorerst auf

Der Internationale Sport-Gerichtshof CAS hat das Transferverbot gegen den englischen Spitzenklub FC Chelsea bis zu einem endgültigen Urteil aufgehoben. Das gab der CAS am Freitag bekannt.

Der Weltverband Fifa hatte den Klub des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack wegen Anstiftung zum Vertragsbruch im Falle des französischen Nachwuchsspielers Gael Kakuta vom RC Lens im Jahr 2007 mit einem Transferverbot für die kommenden beiden Transferperioden (Winter 2009/10 und Sommer 2010) belegt.

Chelsea hatte beim CAS eine Unterbrechung des Verbots bis zur Urteilsbekanntgabe beantragt, um zumindest in der Winter-Transferperiode vom 1. bis zum 31. Januar aktiv werden zu können. Der CAS ließ allerdings offen, wann er ein endgültiges Urteil fällt. Auch die viermonatige Sperre gegen Kakuta wurde vorerst ausgesetzt.

Lens hatte gegen Kakutas Transfer Beschwerde eingelegt und schließlich durch die Fifa-Schlichtungskammer Recht bekommen. Damit trat automatisch Artikel 17, Ziffer vier der Fifa-Statuten in Kraft, der ein entsprechendes Strafmaß für den Fall des Vertragsbruchs vorsieht. Der englische FA-Cup-Sieger, der die Anfang September gefällte Fifa-Entscheidung scharf kritisiert hatte, wollte die CAS-Entscheidung am Freitag nicht kommentieren.

Der heute 18 Jahre alte Kakuta hatte die Saison 2007/08 im Jugendteam von Chelsea als Topscorer abgeschlossen und war zum besten Spieler der Akademie gewählt worden. Sein zweites Jahr bei dem Londoner Verein verlief weniger glücklich. Im Februar dieses Jahres erlitt er einen doppelten Knöchelbruch.

Ähnlicher Fall in der Schweiz

In einem ähnlichen Fall hatte die Fifa im April den Schweizer Klub FC Sion mit einem Transfer-Verbot belegt. Sion hatte 2008 den ägyptischen Torwart Essam El Hadary 2008 verpflichtet, obwohl der Vertrag bei Al-Ahly nicht ausgelaufen war. Sion zog daraufhin vor den CAS, ein Urteil steht noch immer aus. Auch der Schweizer Klub darf in der Zwischenzeit weiter auf dem Transfermarkt tätig werden.

In den letzten Wochen hatte auch Bundesligist 1 899 Hoffenheim Bekanntschaft mit dem Artikel 17 gemacht. Hintergrund war die Kündigung von Neuzugang Prince Tagoe, der nach medizinischen Untersuchungen als sportuntauglich eingestuft worden war. Hoffenheim hat nach einem neuen Gutachten, das das Gegenteil aussagte, inzwischen die Kündigung wieder zurückgezogen. Nun soll Anfang Dezember eine dritte Expertise eingeholt werden.

© SID

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