Fußball England
"Gunners" bleiben dank Fabregas an der Spitze

Ein Treffer von Cesc Fabregas bescherte dem FC Arsenal im Spitzenspiel der englischen Premier League ein 1:1 bei Rekordmeister FC Liverpool. Damit bleiben die "Gunners" Tabellenführer.

Cesc Fabregas hat dem FC Arsenal die Tabellenführung in der Premier League gerettet. Der Spanier erzielte beim 1:1 (0:1) bei Rekordmeister FC Liverpool in der 80. Minute den Ausgleich und wahrte damit auch die weiße Weste der "Gunners", bei denen der deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann erneut nur auf der Bank saß. Liverpool war durch Kapitän Steven Gerrad in Führung gegangen (7.). Somit blieb Arsenal auf Grund der besseren Tordifferenz vor dem punktgleichen Titelverteidiger Manchester United, der auch beim 4:1 (2:1) gegen den abstiegsbedrohten FC Middlesbrough überzeugte.

Die größten Lobeshymnen des 11. Spieltags ernteten jedoch die Spaßfußballer von Pokalsieger FC Chelsea. Mit einem 6:0 (2:0)-Schützenfest fertigten die "Blues" den bis dato Drittplatzierten Manchester City mit dem deutschen Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann ab.

Lobeshymnen auf Chelsea-Coach Grant

Nach dem fünften Pflichtspielsieg in Folge und dem höchsten Erfolg in der laufenden Saison ist das Team von Trainer Avram Grant weiter auf dem Vormarsch - und begeistert endlich auch die Fans an der Stamford Bridge. "Es ist nicht nur wichtig, dass wir gewinnen, sondern auch, wie wir gewinnen. Wir wollen den Zuschauern auch in Zukunft mit modernem Fußball Spaß bereiten. Das ist meine Aufgabe", erklärte der Chelsea-Coach drei Tage nach dem Erfolg in der Champions League gegen Schalke 04 (2:0).

Die Daily Mail dachte bei ihrer Lobeshymne vor allen Dingen an Teambesitzer Roman Abramowitsch, der vor fünf Wochen in einer Nacht- und Nebelaktion Chelsea-Coach Jose Mourinho entlassen hatte. "Jetzt bekommt Abramowitsch Traumfußball geboten", titelte das Blatt.

Beim achten Erfolg in Serie von "Manu", den Doppeltorschütze Carlos Tevez (55., 85.) sowie Nani (3.) und Wayne Rooney (33.) bei einem Gegentreffer von Aliadere (6.) besiegelten, feierte der frühere Bayern-Profi Owen Hargreaves nach wochenlanger Pause wegen einer Knieverletzung ein vielversprechendes Comeback in Old Trafford.

Starkes Comeback von Hargreaves

Zwar wurde Hargreaves in der 66. Minute entkräftet ausgewechselt, war aber dennoch glücklich. "Es ist ein tolles Gefühl nach bitteren Wochen endlich zurück zu sein", erklärte der Mittelfeldspieler und schickte gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz hinterher: "Wir haben noch Steigerungspotenzial. Wenn alles stimmt, sind wir kaum zu schlagen."

Vor allen Dingen das neue englisch-argentinische Traumpaar Rooney/Tevez sorgt für Verzückung. "Sie sind auf dem besten Weg, ein perfektes Sturmduo zu werden", lobte Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson seine jungen Wilden.

Bei Chelsea bewies erneut Stürmer Didier Drogba mit zwei Toren (31., 56.) seine Klasse. Für den Nationalspieler der Elfenbeinküste, der den Vizemeister nach der Saison unbedingt Richtung Spanien oder Italien verlassen will, waren es bereits die Treffer 45. und 46. im 99. Liga-Einsatz für die "Blues".

Michael Essien (16.), Joe Cole (60.), Salomon Kalou (75.) und Andrej Schewtschenko (90.) machten das halbe Dutzend perfekt und sorgten bei Manchester-City-Coach Sven-Göran Eriksson für Ernüchterung. "Wenn man Spielern wie Frank Lampard oder Essien die Freiräume lässt, dann killen sie einen eben", analysierte Eriksson trocken.

Der ehemalige Schalker Moritz Volz kam beim Unentschieden seines FC Fulham beim FC Sunderland (1:1) nicht zum Einsatz. Tottenham Hotspur, der Klub des früheren Berliners Kevin Boateng, hat unterdessen den Spanier Juande Ramos als Nachfolger des entlassenen Trainers Martin Jol verpflichtet. Ramos hatte zuvor am Freitagabend seinen Vertrag beim spanischen Uefa-Cup-Sieger FC Sevilla gekündigt. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen die Blackburn Rovers war Ramos bereits im Stadion, am Mittwoch gegen den Viertligisten Blackpool wird er sein Debüt auf der "Spurs"-Bank geben. Den Siegtreffer der Rovers erzielte der Ex-Berliner Christopher Samba in der 90. Minute.

© SID

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