Fußball England
Liverpool-Besitzer nutzen Trick im Verkaufspoker

Die Besitzer des FC Liverpool haben im Kampf um den Verkauf des Vereins eine Einstweilige Verfügung gegen einen Hauptinteressenten zurückgezogen.

Im Kampf um den Verkauf des englischen Rekordmeisters FC Liverpool haben die derzeitigen Besitzer Tom Hicks und George Gillett zu einem neuen Trick gegriffen. Sie zogen nach Informationen der BBC ihre Einstweilige Verfügung gegen den Verkauf an die New England Sports Venture (Nesv) zurück. Dies solle jedoch einen Verkauf der 50-prozentigen Anteile von Hicks an den amerikanischen Hedgefonds Mill Financial ermöglichen.

Damit torpedieren sie weiterhin die Veräußerung an die Nesv, zu der sich der Vorstand des Klubs gegen den Willen der Eigner entschieden hatte.

Am Donnerstag hatte ein Gerichtshof in London den Verkauf der Reds grundsätzlich erlaubt. Nesv bietet für den mit 400 Mill. Euro verschuldeten FC Liverpool 350 Mill. Euro. Hicks und Gillett argumentieren, dass der gebotene Preis weit unter dem wahren Marktwert des Klubs liege und sprechen von einem "epischen Schwindel".

Die Klage der beiden Eigner, die sich durch ein bekanntes Anwaltsbüro vertreten lassen, richtete sich gegen den Hauptkreditgeber Royal Bank of Scotland sowie drei Vorstandsmitglieder. Hicks und Gillett fordern zudem umgerechnet 1,1 Mrd. Euro Schadensersatz.

Dem FC Liverpool droht weiterhin ein Insolvenzverfahren. Der Klub muss bis Freitag bei der Royal Bank of Scotland einen Kredit von 270 Mill. Euro zurückzahlen. Ein Insolvenzverfahren würde zu einem Abzug von neun Punkten für den in der Premier League auf einem Abstiegsplatz stehenden 18-maligen Meister führen.

© SID

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