Fußball England
Liverpool souverän, Chelsea verliert an Boden

Der FC Liverpool gewann zum Jahresausklang der Premier League bei Newcastle United mit 5:1. Chelsea hingegen kam ohne Michael Ballack in Fulham nur zu einem mageren 2:2.

Ohne "Bankdrücker" Michael Ballack hat der englische Vizemeister FC Chelsea zum Jahresabschluss der Premier League in letzter Minute Punkte auf den Tabellenführer FC Liverpool verloren. Der Nationalmannschaftskapitän musste beim 2:2 der "Blues" im Stadtderby beim FC Fulham als Zuschauer mitansehen, wie sein Team zuerst Großchancen in Serie vergab und dann Sekunden vor dem Abpfiff noch den Ausgleich kassierte.

Chelsea liegt mit 42 Punkten als Tabellenzweiter nun drei Punkte hinter dem Rekordmeister Liverpool, der nach einem 5:1 (2:1) bei Newcastle United als Spitzenreiter ins neue Jahr geht. Der FC Arsenal bezwang den FC Portsmouth durch ein Tor von William Gallas (81.) 1:0 und verbesserte sich mit 35 Punkten auf Rang vier.

Ballack rotiert auf die Bank

Ballack wurde Opfer der Rotation von Teammanager Luiz Felipe Scolari, der in der Startformation Florent Malouda den Vorzug gab. Clint Dempsey (10./90.) wurde im Craven Cottage mit dem späten 2:2 zum Helden des Tages auf Seiten Fulhams, Frank Lampard traf zweimal (50./73.) für Chelsea, das seit 377 Tagen und 20 Spielen auswärts ungeschlagen ist.

Steven Gerrard überragend

Liverpool bot dagegen eine Galavorstellung und hätte sogar zweistellig gewinnen können. Zweimal Steven Gerrard (31./66.) sowie Sami Hyypiä (36.), Ryan Babel (50.) und Xabi Alonso per Foulelfmeter (76.) sorgten für den 13. Saisonsieg des 18-maligen Meisters, der seit 1990 auf den Titel wartet. Für Newcastle, das mit 22 Punkten in der unteren Tabellenhälfte liegt, verkürzte David Edgar (45.+2).

In Newcastle hatte zuvor Klub-Besitzer Mike Ashley mitgeteilt, dass der Traditionsverein nicht mehr zum Verkauf steht, nachdem er drei Monate vergeblich nach einem Käufer gesucht hat.

"Ich bin froh, dass ich die Unsicherheit einiger Fans bezüglich der Zukunft von Newcastle United beenden kann", sagte der bei den Anhängern der "Magpies" unbeliebte Millionär, der den Erstligisten im Mai 2007 für umgerechnet rund 197 Mill. Euro übernommen hatte: "Für mich wird 2009 das Jahr, in dem wir den Klub gemeinsam nach vorne bringen."

Doch die Fans scheint der Klub-Boss mit der Nachricht nicht zu versöhnen. "Es ist das am wenigsten willkommene nachträgliche Weihnachtsgeschenk, das wir bekommen konnten", sagte Michael Ord, Sprecher eines United-Fanklubs.

Die Anhänger machen Ashley dafür verantwortlich, dass ihr Idol Kevin Keegan Anfang September als Teammanager zurückgetreten war. Die "Mighty Mouse" hatte damals wegen Unstimmigkeiten bei den Transferaktivitäten ihren Hut genommen.

© SID

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