Fußball England
Tevez rettet West Ham vor dem Abstieg

In der Premier League ging es am Sonntag um die große Kohle und die nackte Existenz: Uefa-Cup und Abstieg. Ausgerechnet die Hauptfigur des großen Fußballskandals der letzten Wochen spielte dabei eine entscheidende Rolle.

In England stand am Sonntag das spannende Saisonfinale der Premier League auf dem Programm. Höchstspannung bot dabei der Kampf um die direkte Uefa-Cup-Teilnahme und den Klassenerhalt. Tottenham Hotspur nach einem 2:1 gegen Manchester City, der FC Everton dank eines 1:1 beim englischen Ex-Meister FC Chelsea und die Bolton Wanderers nach einem 2:2 gegen Aston Villa haben sich direkt für den Uefa-Cup qualifiziert. Durch seinen 20. Saisontreffer zum 1:1 gegen Everton holte sich Chelseas Didier Drogba die Torjägerkanone der Premier League.

Der deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann ist mit seinem FC Arsenal nur auf dem vierten Platz der englischen Abschlusstabelle gelandet. Der 13-malige Meister kam am Sonntag nicht über ein 0:0 beim FC Portsmouth hinaus und weist in der Abschlusstabelle 68 Zähler auf. Mit der gleichen Punktzahl, aber der besseren Tordifferenz, belegte Champions-League-Finalist FC Liverpool den dritten Rang. Harry Kewell rettete den "Reds" mit einem verwandelten Elfmeter in der 90. Minute ein 2:2 gegen Absteiger Charlton Athletic.

Dramatischer Kampf um den Klassenerhalt

Dramatisch verlief der Kampf um den Klassenerhalt. West Ham United, das seit Wochen wegen der Affäre um die argentinischen Stars Carlos Tevez und Javier Mascherano unter Beschuss steht, rettete sich durch ein 1:0 bei Meister Manchester United. Manus Teammanager Alex Ferguson brachte die Stars Cristiano Ronaldo und Ryan Giggs erst zur zweiten Hälfte. Als drittes Team nach dem FC Watford und Charlton Athletic muss Sheffield United wieder in die Zweitklassigkeit. Der Aufsteiger verlor das Abstiegsendspiel gegen Wigan Athletic mit 1:2 und rutschte noch auf den 18. Rang ab.

Ausgerechnet Tevez sorgte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für den Klassenerhalt der Hammers. West Ham war wegen des Verstoßes gegen Transferregeln der Premier League zu der Rekordgeldstrafe von umgerechnet acht Mill. Euro verurteilt worden. Viele Konkurrenten forderten auch Punktabzüge für den Traditionsklub aus dem Londoner West End.

Die Sanktionen waren für die Verpflichtung von Tevez und dem inzwischen an den FC Liverpool ausgeliehenen Mascherano ausgesprochen worden, weil damit die Regel gebrochen worden sei, dass keine dritte Partei die Politik oder die Leistungsfähigkeit eines Vereins beeinflussen dürfe. Die Transferrechte an Tevez und Mascherano hatte eine Investmentgesellschaft gehalten, die unter Führung des Isländers Eggert Magnusson drei Monate später den Klub komplett übernommen hatte.

Verletzungspech bleibt Owen treu

Michael Owen hatte unterdessen Glück im Unglück. Der Stürmerstar kollidierte beim 1:1 seines Klubs Newcastle United in Watford in der 67. Minute mit seinem Teamkollegen Matthew Pattison und wurde auf eine Bahre vom Platz getragen. Nach Spielende wurde allerdings Entwarnung gegeben. "Ihm gehts gut. Er hat eine kleine Gehirnerschütterung, nichts schwerwiegendes also", sagte Newcastles geschäftsführender Vorsitzender Nigel Pearson. Owen hatte nach einem Kreuzbandriss bei der WM in Deutschland über zehn Monate pausieren müssen.

© SID

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