Fußball Europa-League
Bremen macht die Zwischenrunde klar

Tim Borowski und "Joker" Hugo Almeida haben Werder Bremen vorzeitig in die Zwischenrunde der Europa League geschossen. Der deutsche Pokalsieger gewann dank der späten Treffer in der 81. und 84. Minute 2:0 (0:0) gegen Austria Wien und hat bereits zwei Runden vor Schluss die Qualifikation für die K.o.-Runde sicher. Zugleich blieben die Grün-Weißen im 18. Pflichtspiel hintereinander ungeschlagen.

"Wir haben uns etwas schwer getan. Da gab es einige Szenen, mit denen ich nicht so zufrieden war. Zum Glück hatten wir in Tim Wiese einen Torwart, der uns im Spiel gehalten hat. Aber in der zweiten Hälfte haben wir das Spiel dann rumgerissen und nach dem Tor klarere Aktionen gehabt", kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf anschließend das Match. Durch das 1:1 im Duell der Gruppenkonkurrenten zwischen Nacional Funchal und Athletic Bilbao ist Bremen (10 Punkte) nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen.

Vor dem furiosen Finale hatten die Werder-Fans ihre Mannschaft aber noch mit Pfiffen bedacht. Das größte Manko der Gastgeber war an diesem verregneten Abend lange Zeit die fehlende Kombinationssicherheit sowie Nachlässigkeiten in der Deckungsarbeit. Die spielerisch unterlegenen Wiener hätten bei konsequenterer Chancenverwertung durchaus zu einem nicht einmal unverdienten Auswärtssieg kommen können. Gleich mehrfach bewahrte Torhüter Tim Wiese die Bremer vor Gegentoren.

Werder übernimmt zunächst das Kommando

Dabei hatten die Hanseaten zu Beginn auch ohne die verletzten Leistungsträger Torsten Frings und Claudio Pizarro das Kommando übernommen. Ungeachtet ihrer schlechten Tabellensituation zogen sich die Gäste in dieser Phase extrem weit in die eigene Hälfte zurück und entwickelten in der Anfangsphase vor 25 121 Zuschauern im Weserstadion keinerlei Offensivdrang.

Bereits in der achten Minute hätten die Bremer in Führung gehen können. Frings-Ersatz Peter Niemeyer zog aus 20 Metern Entfernung ab, verfehlte das Austria-Tor allerdings knapp. Der erste ernsthafte Angriff der Österreicher sorgte aber für große Gefahr vor dem Gehäuse der Norddeutschen. Nach einem Alleingang von Mannschaftskapitän Milenko Acimovic musste Wiese in der 17. Minute Kopf und Kragen riskieren, um zur Ecke abwehren zu können.

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