Fußball Europa-League
BVB weiter zwischen Hoffen und Bangen

Dortmund wartet nach dem 0:0 gegen Paris St.Germain weiterhin auf den zweiten Sieg in der Europa League. Nur vier Punkten lassen den BVB um den Einzug in die Zwischenrunde bangen.

Der Kampf ums Überwintern in der Europa League wird für Borussia Dortmund zum Nervenspiel. Seit drei Gruppen-Begegnungen wartet der Bundesliga-Tabellenführer nach dem 0:0 beim französischen Pokalsieger Paris St. Germain auf internationaler Bühne auf den ersehnten zweiten Sieg und muss nun vermutlich bis zum letzten Spieltag um den Einzug in die Zwischenrunde zittern. Nur fünf Punkte haben die Westfalen nach vier Spielen auf dem Konto. Zwei "Dreier" im Heimspiel gegen Karpaty Lwiw (2. Dezember) und beim FC Sevilla (15. Dezember) sind folglich Pflicht.

"Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir waren zu verspielt", sagte Trainer Jürgen Klopp kritisch. "Ich habe immer daran geglaubt, dass wir noch ein Tor machen", behauptete dagegen Innenverteidiger Neven Subotic: "Wir haben alles für den Sieg getan, am Ende hat nur das Tor gefehlt." In der Nachspielzeit hatten Robert Lewandowski und Shinji Kagawa eine spektakuläre Doppelchance zum Sieg vergeben.

Auch im Pariser Prinzenpark-Stadion präsentierten sich die Borussen, die in der Bundesliga und im Europapokal auswärts noch ohne Niederlage sind, wie schon beim 1:1 im Hinspiel mit den Franzosen auf Augenhöhe. Klopp hatte zudem vor 20 000 Zuschauern, darunter etwa 6 500 BVB-Fans, auf jene Anfangsformation gesetzt, die am vergangenen Sonntag den Bundesliga-Gipfel beim FSV Mainz 05 souverän mit 2:0 für sich entschieden hatte.

Mit dem Selbstbewusstsein der jüngsten Liga-Erfolge begannen die Borussen auch in Paris und suchten von Beginn an den Weg in die Offensive, zumal ihnen die Gastgeber im Mittelfeld ungewohnt viele Räume eröffneten. Der BVB kombinierte gefällig und gekonnt, hätte jedoch in einigen Situationen konsequenter den Abschluss suchen müssen. So ließen Mario Götze und auch der Japaner Kagawa in der Anfangsphase gute Einschusschancen ungenutzt.

Die Anhänger des aktuellen Tabellensiebten der Ligue 1 mussten bis zur 18. Minute auf die erste Chance ihrer Mannschaft warten, als Mevlüt Erdinc einen Kopfball aus fünf Metern über das Tor setzte. Im Gegensatz zu den Borussen suchten die Franzosen den direkten Weg zum Tor, den ihnen jedoch die beste Bundesliga-Abwehr zumeist erfolgreich verbaute.

Die Dortmunder mussten sich nach der ersten Halbzeit vorwerfen lassen, in der Offensive zu wenig Kapital aus ihren spielerischen Möglichkeiten geschlagen zu haben. Dagegen bot sich den Gastgebern erneut durch Erdinc eine zweite Chance. Doch der Stürmer verfehlte erneut das Gehäuse wie auf der Gegenseite Mats Hummels (35.) mit einem Kopfball.

Nach dem Wechsel prüfte der Türke Erdinc zunächst BVB-Torhüter Roman Weidenfeller, bevor Lucas Barrios mit einem Schuss aus spitzem Winkel ein Signal setzte. Die Ansprache von Klopp in der Halbzeit hatte ihre Wirkung offensichtlich nicht verfehlt, denn die Schwarz-Gelben agierten wesentlich aggressiver, ließen aber weiterhin zu viele Chancen ungenutzt, was Erdinc (66.) beinahe bestraft hätte. Doch mit einem Reflex hielt Weidenfeller den BVB im Spiel. In der Schlussphase hatte Kagawa Pech, dessen Schuss der Pariser Keeper Apoula Edel mit einer Glanzparade abwehrte.

© SID

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