Fußball Europa-League
Fehlstart für Hertha

Hertha BSC Berlin kam am ersten Spieltag der Europa League nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den lettischen Vertreter FK Ventspils hinaus. Nur Lukas Piszczek traf für die Hertha.

Nach dem miserablen Bundesligastart hat Hertha BSC Berlin auch den Auftakt in der Europa League verpatzt. Der kriselnde Hauptstadt-Klub musste sich vor der Geisterkulisse von nur 13 454 Zuschauern im Olympiastadion gegen den lettischen Meister FK Ventspils zum Auftakt der Gruppenphase nach einer streckenweise desolaten Vorstellung mit einem 1:1 (1:0) begnügen.

Lukasz Piszczek (34.) hatte die Berliner, die in der Liga nach zuletzt vier Niederlagen in Folge auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht sind, zunächst in Führung gebracht. Doch Hertha agierte ohne jedes Selbstvertrauen und kassierte verdient den Ausgleich durch Edgars Gauracs (48.). Am 1. Oktober steht der Hauptstadt-Klub im zweiten Gruppenspiel beim portugiesischen Traditionsklub Sporting Lissabon bereits unter Zugzwang.

"Wir haben verdient nicht gewonnen"

"Im Moment ist bei uns der Wurm drin, aber wir sind Profis genug, um mit der Situation fertig zu werden. Wir haben uns selbst im Weg gestanden und nach der Führung schwer getan. Der Gegentreffer hat alles über den Haufen geworfen. Wir haben verdient nicht gewonnen", sagte Maximilian Nicu.

Hertha hatte zu Beginn erhebliche Mühe mit den Letten, die im Vorfeld mit der Suspendierung zweier Spieler, die gegen ihre eigene Mannschaft gewettet haben sollen, für Schlagzeilen gesorgt hatten. In der 5. Minute musste Hertha-Torhüter Jaroslav Drobny Kopf und Kragen gegen Jurijs Zigajevs riskieren. Wenig später war der Tscheche erneut zu einer Rettungstat gezwungen, bei der er sich aber am rechten Oberschenkel verletzte und ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Ersatzkeeper Sascha Burchert ins Spiel (19.).

Ramos konnte keine Akzente setzen

Die Berliner, bei denen Trainer Favre die angeschlagenen Gojko Kacar (Oberschenkel) und Patrick Ebert (Knie) für das wichtige Bundesligaspiel am Sonntag gegen den SC Freiburg schonte, schienen von der Auswechslung des Führungsspielers zunächst geschockt. Der kolumbianische Neuzugang Adrian Ramos, der sein Debüt in der Startelf feierte, blieb bis auf einen Schlenzer vom Straufraumeck (17.) im ersten Durchgang blass. Im Spielaufbau gelang den Hausherren wenig, ehe Piszczek mit einem Nachschuss aus 13 Metern der glückliche Führungstreffer (34.) gelang.

Aber auch mit der Führung im Rücken tat sich der Bundesligist gegen den Tabellenzweiten der lettischen Liga in der Offensive sehr schwer. Auch die Defensive wirkte alles andere als sattelfest, sodass der Gegentreffer zum 1:1 nicht unverdient war. Mit zunehmender Spieldauer blieben die Berliner nahezu alles schuldig, nachdem sie in der Vorsaison auf Platz vier in der Bundesliga gestanden hatten.

© SID

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