Fußball Europa-League
Hertha plagen vor Bröndby-Match Personalsorgen

Vor dem Qualifikations-Hinspiel zur Europa League plagen Hertha BSC Berlin nicht nur Verletzungssorgen. Der VfB Stuttgart soll ein Angebot für Gojko Kacar abgegeben haben.

Ein 12-Millionen-Euro-Angebot von Ligakonkurrent VfB Stuttgart für Gojko Kacar hat bei Hertha BSC Berlin vor dem Playoff-Hinspiel zur Europa League am heutigen Donnerstag (20.30 Uhr) bei Bröndby IF für weiteren Zündstoff gesorgt. Bei der Hertha winkte Geschäftsführer Michael Preetz aber ab. Einen weiteren Aderlass soll es beim Bundesligisten aus der Hauptstadt nicht geben.

"Es ist richtig, dass von Stuttgarter Seite angefragt wurde. Ich habe gesagt, dass wir Gojko nicht abgeben werden. Es wurde auch gar nicht erst über eine Summe gesprochen. Gojko ist für uns ein sehr wichtiger Spieler", sagte Preetz auf der Pressekonferenz am Mittwoch und erstickte Spekulationen um einen Wechsel des serbischen Nationalspielers im Keim.

Kacar will sich unterdessen "nur auf das Spiel in Kopenhagen konzentrieren". Für den bislang einzigen Berliner Torschützen (zwei Treffer) in dieser Saison zählt - im Augenblick - einzig die Hertha. "Mein Kopf muss dort frei sein. Deshalb denke ich nicht darüber nach, was später kommt", sagte der 22-Jährige, für den der VfB nach Bild-Informationen angeblich zwölf Mill. Euro zahlen wollte.

Drobny gegen Bröndby wohl ohne Maske

Dabei hat die Hertha vor den Duellen gegen den dänischen Vertreter schon genügend sportliche Sorgen. Torhüter Jaroslav Drobny hatte beim 1:2 in der Liga am vergangenen Sonntag bei Borussia Mönchengladbach bei einem Zusammenprall mit Teamkollege Arne Friedrich einen Nasenbeinbruch erlitten. Der tschechische Keeper will im Bröndby-Park aber spielen - und das ohne Gesichtsmaske. Auch Lukasz Piszczek läuft wohl trotz schmerzhafter Rippenprellung auf.

Probleme hat Hertha-Trainer Lucien Favre zudem im Sturm. Nach den Abgängen von Publikumsliebling Marko Pantelic und Andrej Woronin fehlte bislang die Durchschlagskraft. In der Kritik steht Rückkehrer Artur Wichniarek. "Artur muss seine Position noch finden", sagte Favre.

Wichniarek selbstkritisch

Wichniarek ist selbst mit sich unzufrieden. "Stürmer werden an Toren gemessen. Das habe ich bisher nicht geschafft. Ich bin mir bewusst, dass die Leute mich besonders beobachten", sagte der Pole, der von Absteiger Arminia Bielefeld nach Berlin zurückgekehrt war.

Der Einzug in die neue Europa League könnte der Hertha, die im Vorjahr in der Gruppenphase des Uefa-Pokals gescheitert war, auch etwas mehr finanziellen Spielraum bieten. Die Hoffnung ruht weiter darauf, dass Woronin noch einmal vom FC Liverpool ausgeliehen werden kann. Als weiterer Kandidat gilt der vereinslose Niederländer Jan Vennegoor of Hesselink.

Zunächst aber hat sich die Hertha von einem weiteren Spieler getrennt. Mittelfeldspieler Lucio wurde in seine brasilianische Heimat an Gremio Porto Alegre ausgeliehen.

© SID

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