Fußball Europa-League
HSV beißt sich an Tel Aviv die Zähne aus

Der Hamburger SV hat am letzten Spieltag der Gruppenphase in der Europa League den Sieg in der Gruppe C verpasst. Bei Hapoel Tel Aviv kassierten die Hanseaten eine 0:1-Niederlage.

Der Hamburger SV hat den Sieg in der Gruppe C der Europa League leichtfertig vergeben und die Generalprobe für das Nordderby am kommenden Sonntag gegen Werder Bremen verpatzt. Die Hanseaten verloren bei Hapoel Tel Aviv trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 0:1 (0:1) und mussten den zwölfmaligen israelischen Meister im Klassement noch vorbeiziehen lassen.

Bei der Zwischenrunden-Auslosung am Freitag droht dem HSV nun ein Duell mit möglichen Gegnern wie Juventus Turin oder Olympique Marseille. Immerhin kommt durch die Pleite der FC Liverpool nicht mehr als potenzieller Kontrahent in Frage.

Vor 15 000 Zuschauern im ausverkauften Bloomfield Stadion gingen die Platzherren in der 23. Minute durch Samuel Yeboah in Führung. HSV-Trainer Bruno Labbadia hatte seine Anfangsformation gegenüber dem 4:0-Sieg am vergangenen Wochenende beim 1. FC Nürnberg nominell auf sechs Positionen umgestellt und einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance in der Anfangself gegeben. So blieben unter anderem Torwart Frank Rost, Mannschaftskapitän David Jarolim, Nationalspieler Jerome Boateng sowie Offensivstar Eljero Elia zunächst auf der Bank und wurden für die Partie gegen Bremen geschont.

Von den Nachrückern empfahl sich in der ersten Halbzeit jedoch niemand nachdrücklich für einen Stammplatz. Einzig Wolfgang Hesl im Tor machte nach sieben Minuten auf sich aufmerksam, als er einen Schuss von Yeboah gut abwehrte. Die im bisherigen Saisonverlauf selten berücksichtigten Robert Tesche und Mickael Tavares blieben hingegen zunächst hinter den Ansprüchen zurück. Auch Millionenzugang Marcus Berg, der an der Seite von Mladen Petric stürmte, brachte kaum etwas zu Stande.

Immerhin gelang dem Schweden vor rund 400 mitgereisten HSV-Fans aber die einzig gefährliche Angriffssituation der Hamburger in den ersten 45 Minuten. Hapoel-Schlussmann Vincent Enyeama parierte den Schuss des Skandinaviers jedoch glänzend. Ansonsten mangelte es dem Spiel des Bundesligafünften vor der Pause meist an Kreativität und Esprit.

Hapoel, das auf den verletzten Ex-Kölner Nemanja Vucicevic verzichten musste, kombinierte hingegen wiederholt gefällig durchs Mittelfeld und zeigte sich äußerst engagiert. Der Führungstreffer fiel daher auch nicht unverdient. Nach gutem Zuspiel von Gil Vermouth und einem Stellungsfehler von Marcell Jansen schob Yeboah zum 1:0 für die Platzherren ein.

In der Pause reagierte Labbadia auf die bis dahin enttäuschende Vorstellung seiner Mannschaft und brachte zum Wiederanpfiff in Elia und Tunay Torun zwei neue Offensivkräfte. Da sich besonders Elia schnell als belebendes Element erwies, kamen die Hamburger mit mehr Schwung aus der Kabine. Doch Tesche (57.), Torun (58.) und Elia selbst (59.) konnten Chancen im Minutentakt nicht nutzen.

Beim HSV waren Elia und David Rozehnal noch die Besten. Im Hapoel-Trikot wussten Torschütze Yeboah und Vermouth zu gefallen.

© SID

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